U2 drehen Video zur kommenden Single „Street of Dreams“ aus ihrem nächsten Album

Die wiedervereinte Band – mit Larry Mullen Jr. zurück am Schlagzeug – drehte das Video auf einem Schulbus in Mexiko-Stadt. Der Song erscheint auf einem noch titellosen Album später in diesem Jahr.

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Am 12. Mai füllte eine große Menschenmenge eine Straße in Mexiko-Stadt, um zuzusehen, wie U2 auf einem mit Graffiti des Künstlers Chavis Mármol verzierten Schulbus ein Video zu ihrer kommenden Single „Street of Dreams“ drehten. Der Song wird auf ihrem nächsten Album erscheinen, das noch in diesem Jahr herauskommt.

Drummer Larry Mullen Jr. hatte in den vergangenen Jahren den Großteil der Band-Aktivitäten verpasst, während er sich von Hals- und Rückenoperationen erholte – darunter die 40-nächtige Residency in der Sphere 2023 und 2024. Beim Videodreh saß er nun wieder hinter dem Kit.

„Ich will nicht lügen, es war nicht einfach, die Sphere-Residency verletzungsbedingt zu verpassen“, sagte Mullen Anfang dieses Jahres. „Aber ich hatte meine Symptome über Jahre ignoriert und mich einfach durchgebissen. Wie sich herausstellte, bin ich nicht unverwundbar – und wenn man nicht auf seinen Körper hört, sind die Konsequenzen unausweichlich.“

Rückkehr ins Studio

Er stieß kürzlich wieder zur Band ins Studio, um die Sechs-Song-EP „Days of Ash“ aufzunehmen, sowie die Folge-EP „Easter Lily“. Doch das waren nur Aufwärmübungen für das lang ersehnte Nachfolgewerk zum 2017er Album „Songs of Experience“. Bono zufolge sind die neuen Songs „eher Lieder der Feier als der Klage … mit einem trotzigen, freudvollen Gefühl, um diesen angespannten Zeiten zu begegnen … fast eine Karnevalsstimmung … Man kann nur so lange gegen die Dunkelheit antreten. Wir werden versuchen, das Licht bald heller zu machen.“

Einen genauen Veröffentlichungstermin oder auch nur einen Albumtitel hat die Band noch nicht bekanntgegeben. Bemerkenswert ist allerdings, dass der 25. September der 50. Jahrestag ihrer ersten Probe sein wird – damals noch als Schüler der Mount Temple Comprehensive School in Dublin.

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Im Gespräch mit ROLLING STONE verriet Mullen, dass er nicht immer sicher war, ob er nach seinen Verletzungen zur Band zurückkehren könnte. „Es war eine große Sache, wieder im selben Raum mit Edge, Adam und Bono zu sein“, sagte er. „Allerdings musste ich einige Dinge ändern – etwa wie ich am Kit sitze und die Höhe der einzelnen Teile. Andere Veränderungen erfordern mehr Übung, sie betreffen eher meine Herangehensweise und meine Absicht. Ich war immer ein intensiver Spieler, aber ich versuche jetzt einen entspannteren Ansatz – und genieße die Erfahrung. Das hängt vielleicht nicht ganz zufällig damit zusammen, dass ich mir nicht mehr so zusetze wie früher.“

Andy Greene schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil