FKA Twigs von Band the Twigs verklagt – Indie-Duo will Grammy-Gewinnerin Künstlernamen verbieten lassen

Die Indieband the Twigs hat FKA Twigs wegen Markenrechtsverletzung gegenverklagt und fordert ein gerichtliches Verbot des Künstlernamens.

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Knapp zwei Monate nachdem FKA Twigs die Twigs verklagt hatte – mit der Begründung, die Indieband habe ihr mehrere Abmahnungen wegen des mit ihrem Künstlernamen verbundenen Markenrechts geschickt –, schlagen die Zwillingsschwestern Laura Good und Linda Good nun ihrerseits mit Markenrechtsklagen zurück.

Im März hatte die Grammy-prämierte Künstlerin, die bürgerlich Tahliah Barnett heißt, Klage gegen das Duo eingereicht. Sie behauptete darin, die beiden seien seit 2013 über ihre Verwendung des Namens FKA Twigs informiert gewesen. In einem E-Mail-Austausch soll Barnett der Band 15.000 Dollar angeboten haben, damit ihre jeweiligen musikalischen Entitäten „koexistieren“ könnten – ohne den Namen von ihnen kaufen zu müssen. Laut der Klageschrift „lehnten Laura und Linda ab und betonten, dass sie dieser vorgeschlagenen Koexistenz nicht zustimmten“.

Dann soll die Band im Mai 2024, so Barnetts ursprüngliche Klage, versucht haben, „diese unzulässigen und haltlosen Markenrechtsansprüche als Waffe einzusetzen“, indem sie Barnett Abmahnungen schickte, „mit denen Rechtsstreitigkeiten angedroht wurden, einschließlich der Drohung, Barnetts Verwendung ihrer Marke gerichtlich untersagen zu lassen, um Barnetts jahrzehntelange, ununterbrochene Nutzung der Marke FKA TWIGS zum eigenen Vorteil der Beklagten zu torpedieren“.

Millionenforderung und Namensverbot

Die Schwestern sollen „damit gedroht haben, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, die Barnett die Nutzung ihres Künstlernamens untersagt, und eine siebenstellige Summe gefordert haben, um etwaige Ansprüche gegen Barnett fallenzulassen“.

In ihrer eigenen Klageschrift, die am Montag, dem 11. Mai, eingereicht und von „Billboard“ eingesehen wurde, erhoben the Twigs Gegenklage wegen Markenrechtsverletzung. Sie argumentierten, dass Barnett nach der Veröffentlichung ihres Albums „Magdalene“ im Jahr 2019 begonnen habe, bei bestimmten öffentlichen Auftritten das „FKA“ wegzulassen. Zudem werde ihr vorgeworfen, sie habe „gezielt ihre Prominenz und die daraus resultierende Medienmacht genutzt, um auf eine Weise zu agieren, die darauf ausgelegt war, die öffentliche Assoziation von Barnett und ihren musikalischen Leistungen mit ‚Twigs‘ zu stärken, während sie den Ruf der Gegenklägerinnen … in eben diesen Musikvertriebskanälen untergrub und überlagerte“.

Die Indieband beantragt eine gerichtliche Verfügung, die Barnett die Verwendung des Künstlernamens „FKA Twigs“ untersagen würde, und fordert darüber hinaus nicht näher bezifferten Schadensersatz wegen Markenrechtsverletzung und unlauteren Wettbewerbs.

Keine Stellungnahme

Vertreter von Barnett sowie von Laura und Linda Good reagierten auf eine Anfrage zur Stellungnahme zunächst nicht.

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil