Aaron Carters Familie einigt sich mit Psychiatrieklinik über Xanax-Verschreibungen

Die Klage wegen fahrlässiger Tötung wurde im Namen von Carters Kleinkind-Sohn eingereicht – nach dem drogenbedingten Ertrinken des Sängers.

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In der Klage wegen fahrlässiger Tötung zwischen Aaron Carters Familie und einer Psychiatrieklinik aus Los Angeles, die dem Sänger Xanax verschrieben hatte, ist eine Einigung erzielt worden.

Die Amen Clinics zahlen einen „vertraulichen Betrag“ als „vollständige und abschließende Beilegung“ der Vorwürfe gegen die Klinik und einen ihrer Psychiater, Dr. John Faber. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die am 12. Mai eingereicht wurden und „Billboard“ vorliegen. Der Vergleichsbetrag bewege sich „in der Größenordnung“ der von Carters Familie geforderten Schadenssumme, die unter 325.000 Dollar lag.

In den Unterlagen betonten die Anwälte, die Klinik habe alle Sorgfaltsstandards eingehalten und der Tod des Künstlers sei nicht auf Xanax zurückzuführen, sondern auf das Einatmen von Difluorethan aus Druckdosen.

Klage im Namen des Sohnes

Die Klage war im Namen von Carters Kleinkind-Sohn und Alleinerben Princeton Lyric Carter eingereicht worden – im Zusammenhang mit dem drogenbedingten Ertrinken des Sängers im Jahr 2022. Der Fall durchlief eine Reihe rechtlicher Hürden, bevor ein Richter des Los Angeles County im vergangenen Jahr entschied, dass Princeton das Recht auf ein Geschworenengericht hat. Dabei geht es um den Vorwurf, zwei Ärzte und zwei Apotheken hätten dem verstorbenen Popstar „übermäßig hohe und unangemessen häufige Mengen“ Xanax verschrieben und geliefert.

Die übrigen Beklagten – Zahnarzt Jason Mirabile, Walgreens und die Santa Monica Medical Plaza Pharmacy – haben sich nicht geeinigt und sollen im Oktober vor Gericht erscheinen.

Ein Anwalt von Mirabile lehnte eine Stellungnahme ab. Die Anwälte der Amen Clinics, der Carter-Familie, von Walgreens und der Santa Monica Medical Plaza Pharmacy reagierten nicht umgehend auf eine Anfrage des ROLLING STONE.

Vom Kinderstar zum Popphänomen

Carter veröffentlichte 1997 im Alter von neun Jahren sein selbstbetiteltes Soloalbum und trat als Vorgruppe der Backstreet Boys seines Bruders Nick auf – was ihn über Nacht zum globalen Phänomen machte. Sein zweites Album, das mit Platin ausgezeichnete „Aaron’s Party (Come Get It)“ aus dem Jahr 2000, enthielt seine größten Hits „I Want Candy“ und den Titeltrack der Platte.

Es folgten zwei weitere Alben in den Top 20 – „Oh Aaron“ (2001) und „Another Earthquake“ (2002) – bevor die Boyband-Ära abebbte. Sein letztes Album, „Love“, erschien 2018.

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil