Rush spielen „2112“ zum ersten Mal seit 29 Jahren vollständig

Geddy Lee und Alex Lifeson verblüfften die Fans am zweiten Abend ihrer Fifty-Something-Tour mit der kompletten Mini-Rockoper von 1976.

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Attention all planets of the Solar Federation: Geddy Lee und Alex Lifeson gehen mit ihrer neuen Chance als Rush nicht leichtfertig um. Sie hatten versprochen, die Set-Listen ihrer Fifty-Something-Tour zu variieren – doch was sie am zweiten Tourabend im Kia Forum in Los Angeles am Dienstag aus dem Hut zauberten, hatte niemand kommen sehen.

Am ersten Abend hatte Rush den zweiten Set mit einem Ausschnitt aus der Mini-Rockoper „2112“ von 1976 eröffnet – am zweiten spielten sie das Ding in voller Länge: alle sieben Teile, 20 Minuten am Stück, inklusive „Pyro“. Es war das erste Mal seit 1997, dass Rush „2112“ komplett aufführten – das Stück füllt eine ganze Seite des gleichnamigen Albums.

Es war zugleich das erste Mal, dass Tourdrummerin Anika Nilles das Werk in seiner Gesamtheit spielte – was die außerordentliche Aufgabe, die sie übernommen hat, einmal mehr unterstrichen hat. Sie musste nicht nur die endlos komplexen, ständig wechselnden Schlagzeugparts eines der größten Rockdrummer überhaupt beherrschen, sondern auch stundenlang Material auswendig lernen. „2112“ steckt voller Stop-and-go-Passagen und rhythmischer Verflechtungen mit Lifesons Riffs – doch Nilles meisterte alles makellos. Den Abschluss des Song-Suites bildete, wie es nicht anders sein konnte, die Studioaufnahme des verstorbenen Schlagzeugers und Texters Neil Peart mit den Worten: „Attention all planets of the Solar Federation: We have assumed control.“

Sechs Tour-Premieren

Der Rest des Abends erfüllte Rushs Versprechen, die Set-Listen abwechslungsreich zu gestalten, in jeder Hinsicht: Neben den neuen Teilen von „2112“ feierten sechs weitere Songs ihre Tourpremiere.

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Die Band holte „The Analog Kid“ raus, das Instrumental „Leave That Thing Alone“, „The Trees“, „Headlong Flight“, „Animate“, „Closer to the Heart“ – und kehrte für „A Passage to Bangkok“ noch einmal zum Album „2112“ zurück. (Eine ausführliche Rezension im ROLLING STONE folgt in Kürze.)

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