Fugazi hat definitiv keine Markenkoop mit Vans gemacht

Ein Vans-Manager entschuldigte sich, nachdem die Kooperation mit einer gleichnamigen Streetwear-Marke für eine Partnerschaft mit der notorisch antikommerziellen Punkband gehalten wurde.

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Ein Manager des Sneaker-Unternehmens Vans hat sich entschuldigt, nachdem eine Koop mit der Streetwear-Marke Fugazi für eine Zusammenarbeit mit der legendären – und legendär antikommerziellen – Punkband Fugazi gehalten wurde.

Das kuriose Durcheinander begann Ende Juni, als Fugazi, die Modemarke, ihre neue Kooperation mit Vans auf Instagram ankündigte. Obwohl der Account eindeutig zur Marke Fugazi gehörte, sorgte das für so viel Verwirrung, dass Dischord Records, das Indie-Label, das Fugazis Ian MacKaye mitgegründet hat, in den Kommentaren klarstellte: „We have nothing to do with this to be clear.“

Schließlich meldete sich Steve Van Doren, VP of Marketing and Events bei Vans (und Sohn des Firmenmitgründers Paul Van Doren), mit einer Entschuldigung auf Instagram: „Sorry for any confusion this Past week. Fugazi the Band and Fugazi the clothing Brand are not connected.“

MacKaye und Vans

Er fügte hinzu: „I have deep respect for Ian MacKaye, his impact on music and his connection to Skateboarding. We spoke this morning and are looking at ways to support longtime skateboarders and giving back to the communities we both care deeply about.“

Band-Marken-Kollabos sind heutzutage natürlich an der Tagesordnung, selbst in der Punkwelt. Aber es wäre ein schier unbegreiflicher Sinneswandel gewesen, hätten ausgerechnet Fugazi plötzlich mit einem gebrandeten Skate-Schuh um die Ecke gebogen. Die D.C.-Gruppe verkaufte bekanntlich überhaupt kein Merch – Ausdruck ihrer antikommerziellen Überzeugungen ebenso wie ihrer konsequenten, auf das Wesentliche reduzierten DIY-Haltung.

Fugazi schrieben sogar einen Song namens „Merchandise“, der die Zeilen enthält: „Merchandise, it keeps us in line / Common sense says it’s by design / What could a businessman ever want more / Than to have us sucking in his store?“ Darauf folgt der Refrain: „You are not what you own / You are not what you own.“

MacKaye über Merch

MacKaye erklärte seine Entscheidung, kein Fugazi-Merch zu verkaufen, in einem Interview von 2013 knapp und treffend: „We are a band and we play music. That was our idea, the rest of it is just this carnival surrounding the music business.“

Jon Blistein schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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