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Highlight: AC/DC-Countdown: Alles, was wir über das neue Album und die Tour mit Brian Johnson wissen

Die 100 größten Musiker aller Zeiten: AC/DC – Text von Rick Rubin

„Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass sie die größte Rock’n’Roll- Band aller Zeiten sind“: AC/DC

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Rick Rubin

Von Rick Rubin

Auf der Highschool war ich mit meiner Liebe zu AC/DC ganz allein. Ich war vernarrt in sie, als sie „Problem Child“ in der TV-Sendung „Midnight Special“ spielten. Wie Led Zeppelin hatten sie ihre Wurzeln im amerikanischen R&B, aber sie trieben die Reduktion auf den Rock’n’Roll-Kern weiter als alle anderen.

Rockmusik beginnt für AC/DC mit Chuck Berry und hört ungefähr mit Elvis auf. Sie haben ihre Seele an diesen Groove verkauft – und sie beherrschen ihn wie keine andere Band. „Highway To Hell“ hat einen natürlichen Klang, den ich von keiner anderen Rockplatte kenne. Schnörkel sind unerwünscht, damit gar nicht erst Sand in die Feinmotorik zwischen den beiden Gitarristen Angus und Malcolm Young, Bassist Cliff Williams und Drummer Phil Rudd gerät.

Wann immer ich eine Rockband produziere, versuche ich einen Klang zu kreieren, der den gleichen Druck wie „Highway To Hell“ entwickelt. Ob es nun The Cult oder die Red Hot Chili Peppers sind – ich wähle immer das gleiche Rezept: Halt es simpel, kitzle die Rhythmus-Arbeit der Gitarren heraus. Das klingt einfach, aber AC/DCs Rezeptur ist kaum zu kopieren. Eine großartige Band wie Metallica könnte einen AC/DC-Song notengetreu nachspielen, aber die Spannungsbögen in der Musik wären trotzdem nicht die gleichen.

Ein weiterer Punkt, der AC/ DC von anderen Hard-Rock-Bands unterscheidet: Man kann zu ihrer Musik tanzen. Sie haben nie Funk gespielt, aber alles, was sie spielen, ist funky. Und dieser Beat kann die Massen auf die Beine bringen. Ich sah sie zum ersten Mal 1979 im Madison Square Garden – noch bevor ihr Sänger Bon Scott starb und durch Brian Johnson ersetzt wurde. Die Zuschauer rissen alle Stühle aus der Verankerung und bauten vor der Bühne eine Pyramide daraus. Es war ihre Art zu sagen, wie großartig diese Band war.

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