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AC/DC live in Hamburg: Warum Axl Rose und Angus Young zusammen nicht funktionieren

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AC/DC live in Hamburg: Warum Axl Rose und Angus Young zusammen nicht funktionieren

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Sieben Minuten. Sieben Minuten nach der geplanten Zeit fangen AC/DC ihr Konzert an, Axl Rose braucht jetzt keinen Sitzthron mehr, sondern kommt mit einem Stützverband am linken Bein auf die Bühne, es geht erwartungsgemäß mit “Rock Or Bust” los; Axl wünscht den 46.000 Zuschauern einen guten Abend. Was stimmt hier nicht? Eigentlich alles.

Dass Axl Rose jetzt bei AC/DC singt, wurde schon genügend diskutiert. Er kann das, er schafft die meisten Stücke besser als Brian Johnson zuletzt. Er hat die Texte drauf, die Setlist variiert nicht groß, wie immer, alles nach Plan. Das Problem ist nur: Dies ist Axl Rose, bei dem lief nie etwas genau so, wie es sollte, und das war das Faszinierende. Jetzt hat sich der Unberechenbare Angus Young unterworfen, er ist der Aushilfssänger in Angus’ Band, nicht mehr. Deshalb kommt er pünktlich, liefert eine solide Show ab und benimmt sich gut. Er hat sich ein Holzfällerhemd um die Hüften gebunden, aber zum hemdsärmeligen Arbeiter, wie AC/DC ihn brauchen, macht ihn das noch nicht. Manch stumpfe Lyrik singt er zwar mit Nachdruck, aber doch auch mit ein wenig Distanz. Mit “Dirty Deeds Done Dirt Cheap” hat er wenig zu tun. Kracher wie “You Shook Me All Night Long” oder Fieseres wie “T.N.T.” liegen ihm besser, auch wenn gegen Ende ein wenig die Kraft fehlt.

Manchmal wirkt es fast, als würden sich Axl und Angus gegenseitig nivellieren. Der Gitarrist ist nur noch bei seinen Soli der eindeutige Mittelpunkt, der Sänger darf es hier allerdings auch nicht richtig sein. Zurückhaltung passt aber nicht zu Rose, überhaupt nicht. Trotzdem kann bei AC/DC natürlich nicht viel schiefgehen, bei diesen Hymnen, der gewaltigen Show und Angus’ Fähigkeit, mit seinem kleinen Zeigefinger die Masse zu dirigieren. Alles wie gehabt, nur halt jetzt mit Axl Rose. Axl/DC sind eine Bank, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

So bleibt man am Ende, wenn die Kanonenschläge verklungen sind, etwas ratlos zurück – und, das ist das Gemeinste, es wird AC/DC nicht gerecht, aber: Man hätte so gern “Paradise City” gehört. Bei der Stimme geht das einfach nicht anders.

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  • Thorsten Schütz

    Als AC/DC Fan der ersten Stunde musste ich die Band (bzw. das was davon noch übrig ist) noch einmal live erleben. Routiniert abgespulte Songs (etwas mehr Publikums-Kontakt wäre toll – Referenz wäre hier Bruce Springsteen- ), ein akzeptabler, bei manchen Songs sogar nah an Bon Scott reichender Axl Rose (mit leichten Schwächen wenn es um gesungene und nicht gekreischte Passagen im Song ging) und eine gewohnt tolle Bühnenshow mit reichlich Effekten wurden geboten. Wirklich enttäuscht hat mich der Sound. Er erinnerte mich zeitweise an ein überdimensionales Kofferradio was zu laut aufgedreht wurde. Schwammige unpräzise Bässe und völlig übersteuerte kratzige Höhen trübten den Genuss sehr (Referenz hier wäre SEEED). Fazit: holt mich nicht völlig ab