Exklusiv: Adam Scott über „Severance“-Geheimnisse
Beim SXSW sprach Adam Scott im Rolling-Stone-Studio über die heftigen Reaktionen auf das „Severance“-Finale, Horrorfilme und seinen Musik-Podcast.
Als Adam Scott mit den Dreharbeiten zu „Severance“ begann, der Apple-TV-Serie, die sich zum Kulturphänomen entwickelte, wusste er, dass er an etwas Besonderem beteiligt war. Der Schauspieler hatte genug Erfahrung, um zu erkennen, dass die Serie an sein Image aus Workplace-Sitcoms wie „Party Down“ und „Parks & Recreation“ anknüpfte – aber gleichzeitig seltsam und rätselhaft genug war (was machen die mit diesen Zahlen? Was hat es mit den Ziegen auf sich?), um sich wirklich einzigartig anzufühlen.
Was Scott und seine Kolleginnen und Kollegen nicht ganz einkalkuliert hatten, war die leidenschaftliche Reaktion des Publikums auf die Serie – vor allem auf das Finale der zweiten Staffel. Auf die Frage, ob er persönlich von Fans für die Entscheidung seines Charakters Mark Scout am Höhepunkt der Episode zur Rede gestellt wird – wir verraten nichts, falls ihr noch nicht so weit seid – räumte er ein, dass das Thema durchaus angesprochen wird: „Sie meinen: ‚Warum hast du – warum hat er – das getan?‘ Ja, ja.“
Beim Besuch im Rolling-Stone-Studio-Live-beim-SXSW-Podcast gab Scott jedoch zu, dass ihn das tiefe Engagement der Fans nicht stört. Im Gegenteil: Er ist schlicht froh, dass die Leute die Serie lieben. „Bei so viel Content da draußen und so vielen Möglichkeiten zur Auswahl – wir haben alle damit gerechnet, dass die Serie rauskommt und alle die Schultern zucken und weitermachen“, sagt Scott. „Wir liebten sie und fanden sie toll, aber dachten, es sei einfach diese seltsame Serie, der die Leute nicht unbedingt so viel Aufmerksamkeit schenken würden. Dass irgendjemand irgendwelche echten Gefühle oder Meinungen dazu hat? Das ist großartig. Ich genieße es, und ich liebe es, dass die Leute etwas für diese Charaktere empfinden.“
Die schwierigste Szene
Scott sprach auch darüber, wie es war, die wohl eindrucksvollste Sequenz des Finales zu drehen: jene, in der die „Outie“- und „Innie“-Versionen seines Charakters über Camcorder-Aufnahmen ein hitziges Gespräch führen. „Es war schwer zu drehen, und es war auch etwas, vor dem ich die ganze Staffel über Angst hatte, weil ich wusste, dass es kommen würde“, sagt er. „Dan hatte mir erzählt, dass er diese Szene im Kopf hatte, und als Schauspieler ist das genau die Art von Szene, von der man träumt, sie spielen zu dürfen. Aber wenn sie dann vor einem liegt, denkt man nur: ‚Oh Scheiße, ich muss das jetzt tatsächlich machen.’“
„Das Drehbuch, also die Szene selbst, wurde noch bis kurz vor Drehbeginn überarbeitet“, fügt er hinzu. „Und da ich mit einer Kamera sprach, hatte ich in meiner Wohnung beide Seiten des Gesprächs auf meinem Handy aufgenommen. Das haben wir dann auf der Kamera abgespielt, damit ich wirklich darauf reagieren konnte. Ich wollte einfach jede Zeile und jede Reaktion auf so viele verschiedene Arten wie möglich ausprobieren, und sie haben das dann hervorragend zusammengeschnitten. Denn was uns allen wichtig war: Die Neuheit, dass derselbe Schauspieler beide Seiten des Gesprächs spielt, durfte nicht im Vordergrund stehen. Es geht darum, was sie einander sagen und wie sie es sagen. Also musste dieser Effekt schnell in den Hintergrund treten.“
Der Schauspieler war die Parker Posey dieses SXSW Film Festivals – er tauchte nicht mit einem, sondern gleich mit zwei hochkarätigen Filmen auf: „The Saviors“, ein Vorstadt-Thriller mit Danielle Deadwyler über ein Paar, das sein Gästehaus an Fremde vermietet, die sie für Terroristen halten; und „Hokum“, ein Horrorfilm über ein verfluchtes Hotel, den er auf einer Skala von 1 bis 10 „Shinings“ mit „tausend Shinings!“ bewertet.
Podcast, Projekte und mehr
Scott äußerte sich außerdem zu seinem Album-für-Album-Musik-Podcast mit Scott Aukerman, zur Frage, ob es jemals weitere Nachstellungen von TV-Vorspännen aus den Achtzigern für „Greatest Event in Television History“ geben wird, und zu einigem mehr. Das vollständige Interview im Rolling-Stone-Studio gibt es auf dem YouTube-Kanal des ROLLING STONE – oder einfach oben auf Play drücken.