Albumstream: Final Fantasy „Heartland“


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Über den Titel: „In Kanada wie auch in den USA benutzen Politiker den Begriff ‚Heartland‘ als eine Art Codewort für die Arbeiterklasse. Also für Menschen, die intellektuellen Akademikern aus den Städten nicht so recht trauen und glauben, wer in New York City lebt, nimmt Drogen und kassiert Geld vom Staat (lacht). Ich habe eine Faszination für diese konservative Lebens- und Denkungsart. Sicher weil ich dort aufgewachsen bin.“

Über den Sound: „‚Heartland‘ sollte halt eine orchestrale Platte werden. Aber nicht in der Tradition von Randy Newman, Harry Nilsson, Van Dyke Parks oder Judee Sill, sondern eher geschult am Synth-Pop. Da standen Orchestral Manoeuvres In The Dark und die frühen Eurythmics Pate. Diese Mini-Partituren, die ich für die Streicher geschrieben habe, sind ästhetisch an das angelehnt, was dort Analog-Synthesizer spielen. Und die Schlagzeug-Sounds habe ich bei den Silver Apples abgeschaut.“

Über die Intention: „Ich wollte ein Album machen, das drei Dimensionen hat. Ich meine nicht nur die lyrische Narration, ich meine auch akustisch. Wenn man Kopfhörer aufsetzt, sollen da Sounds sein, die man direkt im Ohr hört, und andere, die weit weg sind. Die Band Xiu Xiu beherrscht das meisterhaft. Diese Mehrdimensionalität sollte für das Album als Ganzes gelten. ‚Heartland‘ sollte zunächst mal eine Pop-Platte sein, die einfach Spaß macht. Und wenn man es öfter hört, erschließen sich nach und nach die verschiedenen narrativen und akustischen Schichten, und man stellt fest, dass vieles sich im Hintergrund abspielt.“

Die Zitate stammen aus dem Interview von Maik Brüggemeyer, das in voller Länge im aktuellen Rolling Stone Magazin zu finden ist.

Owen Pallett – Heartland by DominoRecordCo