Alex Williams machte einen Hair-Metal-Abstecher. Mit einer neuen EP ist er zurück im Outlaw Country

Nach Coversongs von Ratt und Skid Row auf dem letztjährigen „Space Brain“ besinnt sich der knochenharte Singer-Songwriter auf der EP „Discount Country“ wieder aufs Twang-Handwerk.

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Alex Williams sorgte 2017 mit seinem Outlaw-Country-Debüt „Better Than Myself“ für Aufsehen. Seitdem hat er die Straße zu seinem zweiten Zuhause gemacht – und sich vergangenes Jahr mit „Space Brain“ einen Hair-Metal-Seitensprung gegönnt: ein Album voller countryfizierter Coverversionen von Ratt, Poison und Skid Row. Ein vergnügliches Hörerlebnis, bei dem Williams das starke Songwriting hinter einem Genre ins Licht rückte, das lange als seicht abgetan wurde.

Jetzt kehrt der gebürtige Indianer zu den Klängen zurück, die ihn groß gemacht haben. „Discount Country“ heißt die verwegene, Outlaw-Country-gesättigte EP mit fünf Songs, die an diesem Freitag erscheint. ROLLING STONE veröffentlicht die ausschweifende Hymne „Time on His Hands“ einen Tag vorab. „There‘s no room for the man in the rat race/when he’s got nothin‘ but time on his hands“, singt Williams in sattem Bariton.

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Williams nahm „Discount Country“ mit Produzent Ben Fowler auf und griff dabei auf Songs zurück, die er kurz nach den „Space Brain“-Sessions im Jahr 2024 geschrieben hatte.

Schnäppchen mit Augenzwinkern

„Ich hatte keinen konkreten Plan, als ich die Songs für diese EP aufnahm. Habe einfach fünf Stücke herausgezogen, und die haben gut zusammengepasst. Der Titel ‚Discount Country‘ schien passend, weil es eine Sammlung älterer Country-Songs ist, die ich ausgegraben habe“, sagt er in einem Statement. „So eine Art Schnäppchenkiste – der Titel ist ein bisschen augenzwinkernd gemeint.“

Williams geht noch in diesem Monat wieder auf Tour, mit Headliner-Shows, bei denen der Schwerpunkt auf seinem Heimat-Midwest liegt – wo er sowohl den Outlaw Country als auch jene Rock-Klassiker der Achtziger für sich entdeckt hat.

„Ich mag lieber die späten Achtziger-Bands mit den Blues-Rock-Elementen“, sagte Williams vergangenes Jahr gegenüber ROLLING STONE. „Mein Vater hatte im Keller eine Holzkiste voller CDs – von Tesla über Skid Row bis Faster Pussycat. Ich hab mir immer die Albumcover angeschaut und dachte: ‚Die Typen sehen aus wie Actionfiguren.‘“

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