Ringo Starr lobt Duettpartner Paul McCartney
Überraschung: Ringo und Paul singen zum ersten Mal zusammen auf „Home to Us“. Ihr erstes echtes Duett nach 66 Jahren. Ein historischer Musikmoment, der überrascht.
66 Jahre nach dem Ende der Beatles schreiben Ringo Starr (86) und Paul McCartney (84) ihre gemeinsame Geschichte fort. Mit „Home to Us“, der zweiten Single aus McCartneys aktuellem Soloalbum „The Boys of Dungeon Lane“, veröffentlichen die Liverpooler Legenden erstmals einen Song, auf dem sie im vertrauten Duett gemeinsam die Lead-Vocals singen.
Am Rande seiner „Peace and Love“-Feierlichkeit in Beverly Hills sprach Starr mit dem US-Magazin „People“ über dieses Treffen. Er betonte ausdrücklich, dass dieser Song für ihn etwas ganz Besonderes ist.
„Das allererste Mal im echten Duett – wir singen den Song GEMEINSAM“, sagte der 86-Jährige.
Zwar habe er in der Vergangenheit bereits Chorus-Vocals zu McCartney-Stücken beigesteuert, während McCartney wiederum auf Starrs Soloalben Bass spielte. Ein klassisches Gesangsduett habe es bislang jedoch nicht gegeben.
Mit typisch britischem Humor kommentierte Starr das Studio-Meeting nach all den Jahren: „Es ist ja nicht so, als würden wir uns nicht kennen.“
Musikalisch eng verbunden seit den Beatles
Nach der schleichenden Auflösung der Beatles zwischen Herbst 1969 und Frühjahr 1970 blieben Starr und McCartney musikalisch eng verbunden.
Starr spielte Schlagzeug auf McCartneys „Flaming Pie“ (1997), McCartney stand am Bass auf Starrs „Give More Love“ (2017) und übernahm 2023 sämtliche Instrumente zu einem Song auf der LP „Rewind Forward“.
Für Starr ist diese Zusammenarbeit weit mehr als nur Nostalgie. „Wir waren zusammen in DIESER Band, und es war einfach die beste Band überhaupt“, sagte er. Vor McCartneys musikalischen Qualitäten zieht er auf ewig seinen Hut:
„Pauls Bass-Spiel ist unglaublich, und er ist ein großartiger Songwriter. Ich könnte ewig so weitermachen. Einfach ein wunderbarer Kerl.“
Starrs Liebe zur Country-Musik
Während McCartney mit „The Boys of Dungeon Lane“ sein 20. Soloalbum veröffentlichte, suchte Starr zuletzt sein Glück zwischen Prärie und Lagerfeuer: Im April 2026 erschien mit „Long Long Road“ ein Country-Album – ein Genre, dem er sich seit Jahrzehnten verbunden fühlt.
Seine Leidenschaft für Country reicht zurück bis in die frühen 1970er-Jahre. Nach dem Ende der Beatles entstand „Beaucoups of Blues“, aufgenommen in der Country-Schaltzentrale Nashville.
Die Idee dazu, so Starr, sei damals eher zufällig entstanden. Während einer Session für George Harrison lernte er den Pedal-Steel-Gitarristen Pete Drake kennen, der ihn prompt nach Nashville einlud.
Als Starr einwandte, er könne unmöglich monatelang dort verbringen, entgegnete Drake mit einem Verweis auf „Nashville Skyline“ von Bob Dylan: „Die Chose hat gerade mal zwei Tage gedauert.“
Genau so sei es dann auch gekommen. „Morgens haben wir mit den Songwritern gesprochen und Songs ausgesucht. Nachmittags haben wir sie eingespielt“, erinnerte sich Starr. „Eine großartige Erfahrung.“
Eine Verbindung, die weiterlebt
Mit „Home to Us“ knüpfen Starr und McCartney an ihre jahrzehntelange Verbindung an. Das Stück zeigt, dass ihre gemeinsame Chemie weit über den Mythos der Beatles hinaus Bestand hat. Mit Überraschungen im hohen Alter muss also weiterhin gerechnet werden.