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Anders als gedacht: Dieser Simpsons-Charakter ist gestorben!


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Schon vor einigen Monaten hatten die Produzenten der „Simpsons“ angekündigt, zu Beginn der 26. Staffel eine weitere Figur der beliebten Zeichentrickserie sterben zu lassen. Fans hatten daraufhin begonnen, darüber zu spekulieren, um wen es sich handeln könnte. Immer wieder fielen dabei Namen wie Moe, Mister Burns (was angesichts seines fortgeschrittenen Alters keine Überraschung wäre), Apu und Krusty. Selbst über den Tod von Homer Simpson wurde gesprochen – doch erschien diese Mutmaßung etwas weit dahergeholt.

Produzent Al Jean verriet, dass die Folge, in der einer der Charaktere stirbt, „A Clown in the Dumps“ („Ein deprimierter Clown“) heißen soll. Das zumindest wirkte wie ein eindeutiger Hinweis auf Krusty. Außerdem habe der Sprecher des Sterbenden bereits einen Emmy gewonnen. Auch das wäre ein Indiz für den grantigen Show-Komiker, denn er wird im Original, genauso wie Homer Simpson, von Dan Castellaneta gesprochen.

Aber es kam dann doch etwas anders (Achtung, Spoiler!):

In der ersten Folge der neuen Staffel stirbt Hyman Krustofski, der Vater von Krusty dem Clown. Damit „erwischt“ es doch nicht einer der wichtigsten Figuren im Serienkosmos – wie mit Pauken und Trompeten angekündigt wurde. Im Grunde geht es in der Episode vor allem auch darum, wie Krusty mit dem plötzlichen Tod seines Vaters umzugehen versucht. Er kündigt seinen Job beim Fernsehen (in früheren Folgen hatte er ihn immer unfreiwillig aufgeben müssen) und sucht Hilfe bei einem Psychiater. Nachdem das alles nichts hilft, spült er seinen Kummer mit Alkohol hinunter, wird bewusstlos und trifft während einer Nahtoderfahrung seinen Vater noch einmal im jüdischen Himmel wieder. Das lässt ihn neuen Lebensmut fassen – und er kehrt auf die große Bühne zurück.

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Elliott Smith: Der Tod von „Mr. Misery“

Viele Singer-Songwriter haben den Ruf, introvertierte, melancholische Musik zu machen, aber wenige taten es so wie Elliot Smith. Für einige Kritiker war er „Mr. Misery“ – eine Entlehnung von „Miss Misery“, dem Song aus dem Soundtrack von „Good Will Hunting“, für den er 1998 eine Oscar-Nominierung erhielt. Ein Musiker, dem man nicht so sehr zuhörte als vielmehr mit ihm fühlte. Seiner Freundin Mary Lou Lord zufolge war Smith so etwas wie der Erbe des tragischen Schicksals von Kurt Cobain. Lord und Cobain waren Freunde bevor Nirvana zur Projektionsfläche einer ganzen Generation wurden. Elliott Smith machte Platten für „die traurigen Kinder“…
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