Anne Hathaway: Mit ‚Interstellar‘ gegen ‚Hathahaters‘ in den Kampf


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Es ist der Traum eines jeden Schauspielers: Ein großer Film, eine tragende Schauspielleistung, eine tolle Robe, eine Dankesrede – und schon öffnet sich das Adressbuch Hollywoods. Anne Hathaway stand diesem letzten Kassenklingeln mit einem Oscar für ihre Nebenrolle in „Les Miserable“ schon gegenüber, bis das Internet sich plötzlich dazu entschied, ihr Kleid nicht passend zu finden, ihre Zähne zu animalisch und ihre Dankesrede als ihre schlechteste Schauspielleistung zu bewerten. Regisseure bemerkten die rasant steigende Zahl der „Hathahaters“, wie Hathaway ihre Web-Gegner taufte, und entschieden, ihre Filme vor Kassengift lieber beschützen zu wollen.

Anne Hathaway machte einen Fehler: Sie googelte sich selbst. Ihr Ego war nicht stark genug. Sie rechtfertigte sich, las sich zu viel durch, nahm es persönlich. In der Zeit nach dem Oscar zog sich die Schauspielerin zurück, schwächelte. Für nahezu zwei Jahre.

Mit Christopher Nolans „Interstellar“ ist sie zurück, ein Film, der hoch in die Kino-Charts einstieg. Die Promotour kommt für Anne Hathaway wie gerufen, denn die Chance, die ihr dieser Film bot, brachte sie zu alter Stärker mit neuer Taktik zurück. Wehmut zeigen, sich entschuldigen und nach vorne schauen – so nimmt Anne Hathaway ihren „Hathahaters“ derzeitig den Wind aus den Segeln. Eine Titelstory in „Harpers Bazaar“, Autritte in der Ellen DeGeneres Show und bei Jimmy Fallon. Und überall zeigt sie die Verletzung, die Enttäuschung – und verspricht den Mobbern Besserung.

Dass es ihren Hassern jedoch nicht um gewisse Aktionen geht, sondern sie einfach ein willkürliches Mobbingopfer ist, zeigt auch eine aktuelle Aktion, die erneut eine Welle des Hasses auslösen konnte. Wegen einer Erkältung verzichtete Hathaway darauf, einem argentinischen Journalisten die Hand zu geben. Dieser twitterte jedoch, dass die Angst vor einer Ebola-Infektion zu ihrem Verzicht führte.

In der „Washington Post“ bezog man kürzlich Stellung. „Hathaway sollte keine Zeit verschwenden, ihren Hassern mit dieser ruhigen, reifen Einstellung zu begegnen. Der Versuch, aufgebrachte Internet-Trolle zu überzeugen, dass sie falsch liegen, ist ein verlorener Kampf.“



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