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„Anything goes…“: Bob Dylan spricht über „Tempest“

Das möglicherweise noch gewöhnungsbedürftige Cover von Bob Dylans neuen Album „Tempest“

Die US-Kollegen, die kürzlich Bob Dylan trafen, um mit ihm über sein neues Album „Tempest“ zu sprechen, nennen das 35. Studio-Album „apocalyptic (and sometimes sweet)“. Sie scheinen es also schon gehört zu haben, und sind uns damit einen großen Schritt voraus.

Dylan selbst sagt über Tempest: „Anything goes and you just gotta believe it will make sense.“ Es sei jedoch nicht das Album, das er eigentlich im Sinn gehabt habe. „I wanted to make something more religious. I just didn’t have enough [religious songs]. Intentionally, specifically religious songs is what I wanted to do. That takes a lot more concentration to pull that off 10 times with the same thread – than it does with a record like I ended up with.“

Das Titelstück „Tempest“ ist der bereits angekündigte 14-Minüter über den Untergang der Titanic – ein Thema, das schon in vielen Folk- und Gospelsongs auftauchte. Zum Beispiel in „Titanic“ von der Carter Family. Ein Song, der Dylan zu „Tempest“ inspirierte: „I was just fooling with that one night. I liked that melody – I liked it a lot. ‚Maybe I’m gonna appropriate this melody.‘ But where would I go with it?“

Kooperation

Teile aus Dylans Text zu dem Song zitieren altbekannte Bilder – zum Beispiel seine Beschreibung der Auseinandersetzung auf Deck: „Brother rose up against brother. They fought and slaughtered each other“. Überraschend hingegen ist, dass auch Leonardo DiCaprio auftaucht. Dylan dazu: „Yeah, Leo. I don’t think the song would be the same without him. Or the movie.“ Über die Lyrics zum Song sagt er: „People are going to say, ‚Well, it’s not very truthful,‘. But a songwriter doesn’t care about what’s truthful. What he cares about is what should’ve happened, what could’ve happened. That’s its own kind of truth. It’s like people who read Shakespeare plays, but they never see a Shakespeare play. I think they just use his name.“

Shakespeare ist ein gutes Stichwort. Zahlreiche Fans diskutierten bereits darüber, ob es sein letztes Album sein könnte, weil das letzte Stück Shakespeares bekanntlich „The Tempest“ hieß. Dylan stellt dazu knochentrocken fest: „Shakespeare’s last play was called The Tempest. It wasn’t called just plain Tempest. The name of my record is just plain Tempest. It’s two different titles.“

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