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Arschtritt, bitte! Wie The Prodigy zuletzt wieder Zähne zeigten

The-Prodigy-Sänger Keith Flint ist tot! Als Erinnerung an den vielleicht berühmtesten Rave-Sänger bilden wir hier noch einmal einen ROLLING-STONE-Artikel aus dem Jahr 2015 ab.

„Die elektronische Musik ist weich geworden“, sagt Liam Howlett, „und sie braucht wieder einen Tritt in den Arsch.“ So als gäbe es gar keinen Zweifel daran, dass dazu irgendjemand anderer als er, der 43-jährige Familienvater, und seine zwei Kollegen, Keith Flint und Maxim, berufen sein könnten. „Es ist der Job von The Prodigy, den Soundtrack zur Konfrontation abzuliefern“, so Howlett weiter.

Der routinierte Tonfall verrät, dass er sich diese Kampfansage schon lange vor unserem Interview als Leitsatz für die Rückkehr seiner Band zurechtgelegt hat. Einer konkreteren Begründung der neu entflammten Aggression in seiner Musik verweigert er sich allerdings ebenso beharrlich wie der Platte fein geschnittenen, duftenden Obstes, die der Zimmerservice vor seine und Kollege Maxims Nase auf dem Couchtisch platziert hat. „Ich mag keine Erdbeeren“, stellt Maxim entschieden fest, und irgendwas im Funkeln seiner Silberzähne rät davon ab, ihn auf die alternativ zur Verfügung stehenden Ananas und Bananen aufmerksam zu machen.

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Das Bild zweier Männer in schwarzen Motorrad-Lederjacken in einer weiß getäfelten, gut geheizten Hotelsuite – der eine mit Wollmütze und Kapuze (Howlett), der andere mit Sonnenbrille (Maxim) – schreit förmlich nach hobbypsychologischer Deutung: Man gibt sich gewappnet, nicht nur nach außen hin. Maxim erwähnt unaufgefordert „Sachen, die wir persönlich und auch innerhalb der Band durchgemacht haben“.

Bandleader Howlett und seine rabiate Bulldogge Flint

Und er lacht ein bisschen lauter als nötig auf, als Liam Howlett den bei unserem Termin – vielleicht wegen seiner nebenberuflichen Pflichten als Pub-Wirt – abwesenden Keith Flint als „eigentlich ziemlich komplex“ beschreibt. Sechs Jahre lang haben der fürs Programmieren allein zuständige Howlett und seine beiden Mitstreiter an ihrem neuen Werk, „The Day Is My Enemy“, herumgefeilt und dabei fast alle Tracks, die sie in den vergangenen Festival-Saisons live ausprobiert hatten, wieder verworfen. Insbesondere Bandleader Howlett und seine rabiate Bulldogge Flint, die einander (laut Ersterem) „wie Brüder“ lieben, gerieten immer wieder aneinander, aber dann war der richtige Moment gekommen, und „plötzlich schrieb sich das Album wie von selbst“.

Chung Sung-Jun Getty Images


The Prodigy: Neues Album als Erinnerung an Keith Flint kommt!

Keith Flint, der Frontmann von The Prodigy, nahm sich im März 2019 das Leben. Damit riss er auch für seine Band ein Loch, das nicht so leicht zu füllen ist. Ex-Keyboarder Leeroy Thornhill hat sich nun zu den Plänen der Gruppe geäußert, nachdem sie sich zuletzt getroffen haben, um ein Jahr nach Flints Tod seiner zu gedenken. Im Gespräch mit Paul Danan im Podcast „The Morning After“ erzählte Thornhill, die ganze Zeit mit seinen Kollegen im Kontakt zu stehen. Dabei scheinen die Pläne für den Nachfolger der Prodigy-LP „No Tourists“ aus dem Jahr 2018 bereits weiter zu sein, als man…
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