„Dogtooth“ von Yorgos Lanthimos: Gefangen im Schoß der Familie

Lange Zeit stand das griechische Kino im Schatten des großen Theo Angelopoulos. Fünf Dekaden lang drehte er meditative Reflexionen über den dahin geworfenen Menschen im Angesicht großer oder kleiner Katastrophen. Mit eigenwilligen, mehrdeutigen Titeln („Der schwebende Schritt des Storches“, Der Blick des Odysseus“) und stillen Bilderbögen. Ein versierter, schwermütiger Minimalist - der aber auch mit seiner Festivalpräsenz vielen anderen klugen Bilddenkern des Landes die Sicht auf die Welt versperrte. Die griechische Welt änderte sich im Zeichen der großen Wirtschaftskrise, die das Land seit mehr als einem Jahrzehnt im Griff hält, und Angelopoulos verstarb nach einem tragischen Unfall. Es formierte sich…
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