Auszeichnung für dummes Gewäsch: Xavier Naidoo gewinnt „Goldenen Aluhut“

Auszeichnung für dummes Gewäsch: Xavier Naidoo gewinnt „Goldenen Aluhut“

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Manche Menschen glauben fest an Chemtrail-Vergiftung, Echsenwesen, Orgoniten und das Märchen von der hohlen Erde. Die Facebook-Seite „Der Goldene Aluhut“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die abstrusesten Verschwörungstheorien sogenannter „Erwachter“ zu sammeln. Am 30. Oktober soll erstmals eine Preisverleihung stattfinden, bei der besonders aktive Vertreter ihren Spottpreis erhalten sollen – darunter auch der Künstler Xavier Naidoo.

Der qualifizierte sich dank seiner Aussagen über das angeblich weiterhin besetzte Deutschland in der Kategorie „Rechtsesoterik, Reichsbürger & BRD-GmbH“. Naidoo machte insbesondere 2014 zum Tag der Deutschen Einheit Schlagzeilen, als er vor dem Kanzleramt in Berlin bei einer Demonstration teilnahm, an der auch ein NPD-Politiker beteiligt war. Aufgerufen zur Demo hatten die so genannten „Reichsbürger“ – Leute, die glauben, dass die BRD gar nicht existiert, sondern dass das Deutsche Reich fortbesteht. Sie gelten als rechtsextrem.

Weiterhin will „Der Goldene Aluhut“ den Kopp Verlag sowie Impfgegner und andere Pseudowissenschaftler „ehren“. Die Wrage GmbH beispielsweise, die von den Lesern der Facebook-Gruppe in der Kategorie „Esoterik, Mind Control und Grenzwissenschaften“ gewählt wurden, glaubt an Heilarbeit mit der Lichtenergie der Einhörner.

Gerichtsurteil: Xavier Naidoo darf nicht Antisemit genannt werden

Xavier Naidoo hat vor Gericht einen Sieg errungen. Der Sänger hatte sich juristisch gegen den Vorwurf gewehrt, Antisemit zu sein. Das Landgericht Regensburg untersagte nun einer Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung, entsprechende Vorwürfe gegen den Mannheimer  zu erheben. Die Stiftung setzt sich gegen Rechtsradikalismus ein. „Er ist Antisemit, das ist strukturell nachweisbar“, sagte die Referentin 2017 im vergangenen Jahr bei einer Veranstaltung in Straubing. Naidoo selbst betonte vor Gericht, dass er sich gegen Antisemitismus einsetze. Der 46-Jährige berief sich auf die Kunstfreiheit – falls er in seinen Songs antisemitische Codes benutzt hätte, sei ihm das nicht bekannt gewesen. Außerdem trage sein Sohn…
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