Die FCC erhielt über 2.000 Beschwerden zu Bad Bunnys Super-Bowl-Show – und zu… „Scream 7“?
Der puerto-ricanische Superstar sorgte für die meiste Empörung, doch ein Horrorfilm-Trailer brachte offenbar jede Menge Kinder zum Weinen.
Als die FCC Anfang des Monats ihr jährliches Paket an Super-Bowl-Beschwerden veröffentlichte, war es wenig überraschend: Der Großteil bezog sich auf Bad Bunnys Halftime-Performance. Die Behörde, die für die Einhaltung von Broadcast-Standards zuständig ist, erhielt in diesem Jahr über 2.000 Beschwerden – viele davon mit jener gespielten Entrüstung, die man von Halftime-Show-Protesten inzwischen kennt.
Wörter wie „vulgär“, „widerlich“ und „unanständig“ tauchten hunderte Male auf – in Bezug auf die Tanzmoves einiger Tänzerinnen (Randnotiz: mindestens drei Personen schrieben „twerking“ als „twirking“) sowie auf Bad Bunnys Texte. Viele, die sich über Letztere beschwerten, räumten immerhin ein, kein Spanisch zu sprechen – ließen sich davon aber nicht davon abhalten zu betonen, sie seien nach einer Online-Recherche der übersetzten Lyrics entsetzt. (Als hätte er im nationalen Fernsehen nicht offensichtlich zensierte Versionen seiner Songs gespielt.)
Natürlich gab es auch in diesem Jahr mehr als nur ein paar offen rassistische Beschwerden, wie etwa diese: „Auf meinem Bildschirm sind Illegale. Ich verstehe kein Spanisch, aber ich glaube, ich habe unangemessene Sprache gehört.“ (Trotz Beschwerden von Kongressmitgliedern und Präsident Donald Trump stellte die FCC keine potenziellen Verstöße fest, die eine Untersuchung gerechtfertigt hätten.)
Der „Scream 7“-Schock
Doch bevor sich die Leute überhaupt über Bad Bunny aufregen konnten, hatte die Super-Bowl-Übertragung bereits etwas ebenso Verstörendes zu bieten. Nein, nicht das todlangweilige Spiel zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks. Es war der Trailer zu „Scream 7“.
Der Clip zum neuesten Teil der Horror-Franchise lief früh in der Sendung, direkt nach der Nationalhymne. Entsprechend saßen viele Eltern plötzlich mit verstörten Kindern da – bei einer Veranstaltung, die sie für „familienfreundlich“ gehalten hatten.
„Meine Kinder haben jetzt Angst und kauern auf meinem Schoß, weil wir nicht schnell genug umschalten konnten“, schrieb eine Person. „[P]eacock hat mit dem Ausstrahlen von Trailern zu ‚Scream 7′ während der Familiensendezeit eine Horrorwelle in unser Haus gebracht“, hieß es von einer anderen.
Empörung über Footballspieler
„Die gewalttätigen und beängstigenden Bilder kamen völlig unerwartet und waren unangemessen für eine Sendung, die allgemein als familienfreundliches Ereignis gilt, bei dem viele kleine Kinder zuschauen“, beschwerte sich eine dritte Person – die offenbar kein Problem damit hatte, dass ihre Kinder erwachsenen Männern beim gegenseitigen Körper- und Hirnzertrümmern zusahen.
Jemand beklagte den „Scream 7“-Trailer – „der psychopathisches Böses normalisiert, vor dem Eltern ihre Kinder zu schützen versuchen“ – im selben Atemzug wie… einen Werbespot für die Aufnahme von Flag Football in die Olympischen Sommerspiele 2028. Der Spot zeigte Philadelphia-Eagles-Quarterback Jalen Hurts dabei, wie er „einen Football in Brand steckt“ und ihn in die Olympische Fackel auf dem Dach des L.A. Memorial Coliseum wirft.
„Eine gefährliche Idee, die Kinder garantiert nachahmen werden“, schrieb der Beschwerdeführer.
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