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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Billy Idol sollte eigentlich den T-1000 in „Terminator 2“ spielen

Hätte Billy Idol nicht Anfang der 90er-Jahre einen Motorradunfall gehabt, wäre der Sänger wohl zum großen Widersacher von Arnold Schwarzenegger in „Terminator 2“ geworden. Das berichtete Robert Patrick, der den T-1000 schließlich in dem Actionfilm-Meisterwerk spielte, das nun noch einmal in 3D auf die große Leinwand kommt (ab 29. August). In einem Interview mit dem „Hollywood Reporter“ im Zuge der Kinopremiere enthüllte der Schauspieler, dass der Musiker eigentlich die erste Wahl war und er sogar noch ein Bild von ihm bei Special-Effects-Guru Stan Winston sah, als er schon längst gecastet worden war.

„Weil er sich zuvor das Bein gebrochen hatte, hätte er die physischen Anstrengungen der Rolle nicht bewältigen können“, so Patrick über das Ausscheiden Idols aus dem Projekt. Erst als der Sänger aus dem Rennen war, machte in Hollywood die Runde, dass Regisseur James Cameron nach einem Bösewicht für das Sequel von „Terminator“ fahndete, sagte der inzwischen 58-Jährige.

Unvergessliches Starren

„Mein Agent verkaufte mich dann an die Casting-Chefin Mali Finn als eine Mischung aus David Bowie und James Dean“, erzählte Patrick mit einem Lächeln. „Also versuchte ich, einen so auffälligen Eindruck wie möglich zu machen. Ich setzte deshalb auf ein sehr markantes Starren, was Mali Finn anscheinend ausgesprochen gut gefiel.“

Kooperation

Die Casting-Crew arbeitete schließlich mit dem Schauspieler an den wichtigsten Bewegungen für die Rolle des T1000, die Patrick an die Dynamik von Insekten erinnerte. Dann kam der Anruf von Cameron für einen Screen Test – und Patrick bekam die Rolle sofort.

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Wie der spätere „Akte X“-Darsteller erzählte, trainierte er für die Dreharbeiten viermal täglich – unter anderem um in hoher Geschwindigkeit mit finsterem Blick zu sprinten, ohne dass man ihm die Anstrengung anmerken würde. Außerdem gelang es Patrick irgendwann, eine Pistole so zu bedienen, dass die Zuschauer das Gefühl bekamen, es würde sich um eine automatische Waffe handeln.

Take ruiniert

Dass ganze Trainingsprogramm stählte Robert Patrick so sehr, wie er in dem Gespräch erzählte, dass er sogar einen Take ruinierte. So sollte er eigentlich vergeblich John Conner (Edward Furlong) in der Szene vor dem Einkaufszentrum hinterherjagen, war aber so schnell, dass er den Jungen schon nach Sekunden eingeholt hatte. Cameron dazu: „Fuck, wie schnell kannst du denn rennen.“


„Terminator 2: Judgment Day“: Der Höhepunkt des Action-Kinos

„The Terminator“ aus dem Jahr 1984 war aufgrund seiner überdeutlich erkennbaren Spezialeffekte (Modell-Flugzeuge, Schwarzenegger-Gummikopf) und des geringen Budgets streng genommen nur ein B-Movie – wenn aber dafür auch ein sehr gutes. Schon damals hatte Regisseur James Cameron eine große Vision. Zur Vollendung bringen konnte er sie allerdings erst sieben Jahre später mit „Terminator 2: Judgment Day“, dem vielleicht besten Actionfilm der 90er-Jahre und mit den besten CGI-Effekten, die damals möglich waren. 30 Jahre „Aliens“: Zu gut, um nur eine Fortsetzung zu sein Vom Killer zum Beschützer Arnold Schwarzenegger verkörperte 1984 zum ersten Mal den Killer-Cyborg, dessen physische Präsenz allein schon so…
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