Björk kritisiert Sexismus in der Musikbranche – glaubt aber an Besserung

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Björk kritisiert Sexismus in der Musikbranche – glaubt aber an Besserung

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Björk ist schon seit einigen Monaten als DJ unterwegs und scheint an dieser neuen, für sie bisher ungewohnten Beschäftigung viel Freude zu haben. Zuletzt trat sie beim Houston’s Day For Night Festival gemeinsam mit Aphex Twin und Arca auf. Doch so sehr die 51-Jährige Freude an der Arbeit am Mischpult hat, so sehr geht es ihr anscheinend gegen den Strich, wie sie von den Medien in dieser Rolle betrachtet wird.

Mit einem ausführlichen Facebook-Post, den sie am Mittwoch (21. Dezember) ins Netz stellte, prangert die Sängerin den heftigen Sexismus an, dem sie sich in der Musikbranche ausgesetzt fühlt: „Manche Medien konnten sich nicht daran gewöhnen, dass ich nicht ‚performe‘, sondern mich hinter einem Pult ‚verstecke‘. Bei meinen männlichen Kollegen würden sie das nicht sagen. Ich denke, das ist Sexismus. Das möchte ich am Ende dieses turbulenten Jahres nicht einfach so stehen lassen.“

Männer dürfen denken, Frauen nur schmachten

Björk sprach im Gleichzug auch die ihrer Meinung nach zynischen Doppelstandards an, mit der weibliche Musikerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen betrachtet werden. „Frauen in der Musikwelt dürfen über ihre Partner singen. Wenn sie das Thema wechseln, um über Atome, Galaxien, politischen Aktivismus…oder andere Dinge außer ihren Liebsten zu singen, werden sie aber sofort kritisiert“, so die Sängerin. Für Männer hingegen gebe es keine Denkverbote, sie dürften schreiben, worüber sie wollen.

bjork_facebook_web

Hoffnung auf Besserung

Sie selbst sei von der Musikpresse erst richtig akzeptiert worden, als sie nach Texten über schwangere Selbstmordattentäterinnen und die Unabhängigkeit der Färöer-Inseln auch Probleme in der Liebe schilderte. „Wenn wir nicht unsere Herzen öffnen dürfen, um uns Gedanken über die Männer und Kinder in unserem Leben zu machen, dann würden wir das Publikum betrügen“, so Björk.

Schließlich schließt sie ihre kritischen Worte aber mit einer positiven Wendung. Über all die Probleme hinaus, die noch existieren würden, glaubt die Sängerin, dass sich die Gesellschaft inzwischen voll im Wandel befinde, der Frauen den selben Respekt und die gleiche künstlerische Freiheit verschaffen werde, den Männer genießen – und das ohne kritische Doppelstandards und hochgezogene Augenbrauen.

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