Bruce Springsteen: Der Boss füllt den Geldspeicher auf


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Mit 590 Millionen Dollar Jahresumsatz (etwa 516 Mio Euro) belegt Bruce Springsteen den ersten Platz in der Bestverdiener-Charts des abgelaufenen Popjahrs 2021. Auf Platz zwei folgt Jay-Z mit seinem Firmenimperium mit 470 Millionen Dollar, gefolgt von Paul Simon, der es auf 260 Millionen Dollar brachte.

Das Ranking entstand aus Recherchen, Hintergrund-Interviews und Auswertungen von Firmenzahlen. Der frühere „Forbes“-Redakteur Zack O’Malley Greenburg, der sich auf die Geldflüsse im Musikgeschäft spezialisiert hat, bestätigt gegenüber dem amerikanischen ROLLING STONE, dass sich die verstärkten Katalogverkäufe im aktuellen Ranking niederschlagen haben. Weniger relevant dagegen ist aktuell das einst boomende Tourgeschäft, das im letzten Jahr in nennenswerten Dimensionen ohnehin nur in den USA stattfinden konnte.

Als einzige Frau, auf der Zehn: Taylor Swift mit 80 Millionen Dollar

Auf den weiteren Plätzen finden sich Kanye West (250 Mio); Songwriter und One-Direction-Sänger Ryan Tedder (200 Mio); die Red Hot Chili Peppers (145 Mio) Lindsey Buckingham (100 Mio), Motley Crue (95 Mio) sowie Country-Star Blake Shelton (83 Mio). Als einzige Frau in diesem Tableau folgt auf der Zehn Taylor Swift mit 80 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 taxierte Forbes die Einnahmen von Swift auf 185 Millionen.

Bei Swift stammen die Umsätze aus der hohen Frequenz ihrer Wiederveröffentlichungen „Red“ und „Fearless“, also dem klassischen Musikgeschäft. Dagegen gehen bei Jay-Z lukrative Nebengeschäfte wie der 300-Millionen-schwere Verkauf des Musikstreaming-Dienstes Tidal in die Erhebung ein.

Als „Einmal-Effekte“ sind die Katalogverkäufe der Album- und Lizenz-Kataloge zu werten, wie etwa der Springsteen-Deal mit Sony Music. Dazu kommen sein Buch- und Podcast-Projekt mit Barack Obama und die hochpreisigen „Springsteen On Broadway“-Shows. Dagegen sorgen Plattenverkäufe von „Letter To You“ eher für das Grundrauschen. Auch die Chili Peppers, Mötley Crew, Paul Simon und Lindsey Buckingham schlugen auf der Lizenz-Bonanza zu.

In der nun fast zwei Jahre andauernden Covid-19-Pandemie liefen die Geschäfte des Superstars vergleichsweise rund; im Gegensatz zum Gros der Kollegen. Die erfassten Großverdiener – und -innen setzen in 2021 rund 2,3 Milliarden Dollar um.