Bruce Springsteen: Radiosendung gegen Rassismus und für Proteste zum Tode George Floyds


von

Die „From His Home To Yours”-Show von Bruce Springsteen spielt diese Woche ausschließlich Songs, die von Protesten inspiriert sind, während er über die momentane Situation in den Vereinigten Staaten spricht.

Während des Lockdown begann Bruce Springsteen seine eigene Radioshow, welche beim amerikanischen Sender SiriusXM ausgestrahlt wird. Die aktuelle Folge startete sogleich mit einem seiner eigenen Songs: „American Skin (41 Shots)“, einem Acht-Minuten-Epos. Die Wahl fiel nicht zufällig.

„Dieses Lied ist fast acht Minuten lang. Und so lange dauerte das Sterben von George Floyd, während ein Polizist in Minneapolis ein Knie in seinen Nacken drückte. Das ist eine lange Zeit. So lange bettelte er um Hilfe, so lange sagte er, er könne nicht atmen“, erklärte Springsteen.

Protestsongs

„American Skin (41 Shots)“ wurde 1999 geschrieben, der Song kritisiert das Verhalten von vier weißen Polizisten, die den unbewaffneten Schwarzen Amadou Diallo mit 41 Schüssen erschossen.

Springsteen spielte außerdem Protestlieder von anderen Künstlern, wie beispielsweise „This is America“ von Childish Gambino. „Wir werden immer noch von unserer Sünde der Sklaverei heimgesucht, Generation nach Generation“, sprach Springsteen, bevor er Bob Dylans „Blind Willie McTell“ spielte. „Das Gewicht, das auf uns lastet, wird mit jeder Generation schwerer. Nach dieser gewaltsamen, chaotischen Woche auf den Straßen Amerikas ist kein Ende in Sicht.“

Bevor er Billie Holiday’s „Strange Fruit“ spielte, erklärte der 70-Jährige: „Einer der dunkelsten Songs Amerikas. Das Video von George Floyds Tod ist ein bildliches Lynchen des 21 Jahrhunderts, und „Strange Fruit“ wurde über das Lynchen von schwarzen Amerikanern nach dem Wiederaufbau ins 20 Jahrhundert geschrieben.“

Er präsentierte ebenfalls eine Rede Martin Luther King Jr.s von 1963, wobei er resümiert: „Jetzt, fast 60 Jahre später, leben wir in einem Land, das brennt.“ Die derzeitige Corona-Pandemie gepaart mit der Polizeigewalt zeigt den drastischen Alltag: „40 Millionen Menschen sind arbeitslos. Mehr als 100 000 Bürger sind an Covid-19 gestorben, und aus unserem Weißen Haus kommt nur die laueste und herzloseste Antwort. Nach heutigem Stand werden unsere schwarzen Bürger weiterhin von unserer Polizei in den Straßen von Amerika getötet.“



Werbung

Eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle: 5 emotionale Momente in „The Last of Us“

„The Last of Us Part II“ ist ab jetzt für die PlayStation 4 erhältlich – hier erinnern wir an die emotionalsten Momente aus dem ersten Teil.

Mehr Infos
Bob Dylan: über den Tod von George Floyd und Corona

Im Zuge seines neuen Albums (VÖ: 19. Juni) „Rough & Rowdy Ways“ gab der 79-Jährige der „New York Times“ ein Interview, in dem er unter anderem über den Tod George Floyds sprach. Nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen, welcher weltweit Black-Lives-Matter-Proteste auslöste, sah sich auch Bob Dylan verantwortlich, über die Polizeigewalt in Amerika zu sprechen. Rassismus und Coronavirus „Es hat mich ohne Ende wütend gemacht, George so zu Tode gefoltert zu sehen“, erklärte Dylan. „Es war mehr als hässlich. Hoffen wir, dass der Familie Floyd und der Nation schnell Gerechtigkeit widerfährt.“ Des Weiteren ist sich der Musiker sicher, dass die…
Weiterlesen
Zur Startseite