George Floyd: Angehörige wollen Kayne West wegen Theorien zur Todesursache verklagen


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Nachdem Kanye West behauptet hat, George Floyd sei nicht infolge von Polizeigewalt, sondern durch eine Überdosis Fentanyl gestorben, erwägen die Angehörigen Floyds eine Klage wegen Falschaussage.

„Die Familie von George Floyd überlegt, ob sie wegen Kanyes Falschaussagen über die Todesursache von [George Floyd] klagen wollen“, schrieb der Anwalt der Familie von Floyd am Sonntag (16.10.), nachdem am gleichen Tag eine Folge des Podcasts „Drink Champs“ online ging, in der Kanye West zu Gast war. In dem über dreistündigen Interview sagte er unter anderem Folgendes:

„Sie haben ihm Fentanyl gespritzt. Wenn man genau schaut, sieht man, das Knie von dem Typen (Derek Chauvin) war nicht mal auf seinem (George Floyds) Hals.“


Kanye West und Candace Owens

In dem Podcast erzählt Kanye von Candace Owens‘ Doku „The Greatest Lie Ever Sold: George Floyd and the Rise of BLM“. Dort berichtet Kanye auch von dem Fentanyl, einem Betäubungsmittel, welches George Floyd angeblich verabreicht bekam.

Kanye Wests Verhalten wird derzeit kontrovers diskutiert. Nachdem er zusammen mit Candace Owens in „WHITE LIVES MATTER“ Longsleeves bei der Vorstellung der „YZY Season 9“ Kollektion zu sehen war, wurde ihm Rassismus vorgeworfen. Dazu häuften sich antisemitische Ausfälle des Rappers.

George Floyd

Die Ermordung George Floyds fand am 25. Mai 2020 in Minneapolis statt. Der weiße Polizeibeamte Derek Chauvin tötete den am Boden liegenden 46-jährigen, indem er fast zehn Minuten auf seinem Hals kniete und ihm trotz zahlreicher Bitten Floyds und umstehender Zeugen die Atemluft abdrückte. Drei weitere Polizisten taten nichts, sondern sahen nur zu. Die Ermordung hatte weltweite Proteste ausgelöst und wurde von der #BlackLivesMatter-Bewegung aufgegriffen.