Bruce Springsteen rechnet mit Trump beim US-Tourauftakt ab

Beim Auftakt der „Land of Hope and Dreams Tour“ in Minneapolis rief Springsteen das Publikum auf, „für das Amerika zu kämpfen, das wir lieben“.

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Vor wenigen Tagen hatte Bruce Springsteen angekündigt, dass seine „Land of Hope and Dreams Tour“ mit der E Street Band politisch werden würde. Beim Auftaktabend der US-Tournee am Dienstag, dem 31. März, in Minneapolis löste er dieses Versprechen ein.

Springsteen eröffnete das Konzert mit einer Version von Edwin Starrs Motown-Hit „War“ aus dem Jahr 1970. (Bemerkenswert: Der Song erreichte Platz eins auf dem Höhepunkt des Vietnamkriegs und kehrte 1986 in die Top Ten zurück, nachdem Springsteen seinen Live-Cover als Single veröffentlicht hatte.) Die Setlist im ausverkauften Target Center war gespickt mit seinen Klassikern – von „Born in the U.S.A.“ bis „The Rising“. Wenig überraschend spiegelten seine Ansagen während der Show jene Worte wider, die er am vergangenen Wochenende ebenfalls in Minnesota beim zentralen No-Kings-Rally gesprochen hatte, als er „Streets of Minneapolis“ zum Besten gab.

In der Mitte des Konzerts schraubte er seine Kritik an Präsident Donald Trump hoch und rief das Publikum auf, „für das Amerika zu kämpfen, das wir lieben“. Laut „Variety“ wandte sich Springsteen an die Menge und sagte: „Wir leben in sehr finsteren Zeiten“ – und fügte hinzu: „Unsere amerikanischen Werte, die uns 250 Jahre lang getragen haben, werden so herausgefordert wie nie zuvor. Wir bringen das Leben unserer jungen Männer und Frauen in einem verfassungswidrigen und illegalen Krieg in Gefahr.“

Angriff auf die Regierung

Der Künstler nahm die Trump-Administration ins Visier und sagte: „Unser Justizministerium hat seine Unabhängigkeit vollständig aufgegeben, und Generalstaatsanwältin Pam Bondi empfängt ihre Befehle direkt aus einem korrupten Weißen Haus.“

Weiter sprach er den Umbau amerikanischer Kultur- und Geschichtsinstitutionen durch die Regierung an. „Unsere Museen werden angewiesen, die amerikanische Geschichte von unangenehmen oder unbequemen Tatsachen reinzuwaschen – etwa von der vollständigen Geschichte der Brutalität der Sklaverei“, sagte Springsteen. „Ihr wollt über Mimosen reden? Wir haben einen Präsidenten, der die Wahrheit nicht verträgt.“ Immer wieder durchzog sein eindringliches Statement die Aussage: „Das passiert jetzt.“

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In einem Interview mit der Minnesoter „Star Tribune“, das vergangene Woche erschien, legte Springsteen – seit Langem ein entschiedener Kritiker Trumps und seiner Politik – seine Absichten für die „Land of Hope and Dreams Tour“ dar: „Die Tour wird politisch sein und sehr konkret auf das eingehen, was gerade im Land passiert.“

Die E Street Band für harte Zeiten

„Die E Street Band ist für harte Zeiten gemacht“, sagte er. „Das war sie schon immer. Das sind die Momente, in denen ich glaube, dass wir der Gemeinschaft wirklich etwas geben können.“

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil