CD: New Noises – „Aces Of Songs“

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CD: New Noises – „Aces Of Songs“

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1. Low „No Comprende“

Nach dem beinahe gediegen anmutenden letzten Album klingt das Trio aus Duluth/Minnesota auf „Ones And Sixes“ geradezu radikal. In „No Comprende“ singt Alan Sparhawk zu schleppendem Rhythmus mit einer gespenstischen Mischung aus Wut und Phlegma.

2. Destroyer „Dream Lover“

Während die Exegeten noch streiten, ob nun „Kaputt“ oder das neue „Poison Season“ das bessere Album ist, geben wir uns diesem Rausch aus zerberstenden Drums und völlig überdrehten Bläsern hin. Dan Bejars fulminante Wiederkunft als Bruce Springsteen, circa 1973.

3. Robert Forster „I’m So Happy For You“

Allein das Gitarren-Intro weckt schönste Erinnerungen an Go-Betweens-Zeiten. Neun Jahre nach dem tragischen Tod von Grant McLennan und sieben nach seinem letzten Soloalbum hat Forster viele wunderbare „Songs To Play“.

4. Baio „Sister Of Pearl“

Chris Baio, bisher vor allem als Bassist von Vampire Weekend in Erscheinung getreten, vermischt auf seinem ersten Soloalbum, „The Names“, Elektronisches mit eingängigen Popstücken wie diesem.

5. Chloe Charles „Smiling“

Leises Plattenknistern – ein Klavier gibt den Rhythmus vor für den sonnigen Soul-Pop der kanadischen Songschreiberin, die sich auf ihrem zweiten Album, „With Blindfolds On“, wiederum als Frohnatur erweist.

6. Glen Hansard „Winning Streak“

„May your winning streak never end“, singt Hansard fast wie einen Trinkspruch auf einen Freund, womit natürlich jeder gemeint ist, der sich nicht unterkriegen lässt von den Unwegsamkeiten des Lebens. Hansard ist der empathischste unter den Working-Class-Songschreibern.

7. Cristobal And The Sea „Sunset Of Our Troubles“

Das Multikulti-Quartett aus London verbindet Hippie- und Hipster-Träume zu herrlich verstiegenem, psychedelisch angehauchtem Folkpop, inklusive entrückter Satzgesänge und Flöten-Intermezzo.

8. Jessica Hernandez & The Deltas „Dead Brains“

Ebenfalls an der Schnittstelle zwischen Soul und Pop bewegen sich Jessica Hernandez & The Deltas aus Detroit, doch während Chloe Charles dem Optimismus frönt, singt Fernandez schon mal mit feuriger Verachtung.

9. Peaches feat. Kim Gordon „Close Up“

Ein Duett kann man das, was die kanadische Electro-Clash-Provokateurin und die US-Post-Punk-Pionierin hier zelebrieren, kaum nennen. Kalte Industrial-Beats treffen auf trügerisch-laszive Sprechgesänge.

10. Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys „Happy Feet“

Tukur und seine fabelhaften Rhythmus Boys erwecken den Tanzteeklassiker aus den 30er-Jahren zu neuem Leben – in schönster Tin-Pan-Alley-Manier und mit der Ausgelassenheit einer Vaudeville-Aufführung.

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