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Chart-Analyse: Prince stürmt mit “Purple Rain” zum zweiten Mal die Hitlisten

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Chart-Analyse: Prince stürmt mit “Purple Rain” zum zweiten Mal die Hitlisten

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Der Top Ten Club hatte es prophezeit: In der Kalenderwoche 17, in  Insiderkreisen KW17 genannt, ist der jüngst verstorbene US-Musiker Prince mit gleich 14 Platzierungen innerhalb der Offiziellen Deutschen Album- und Single-Charts vertreten. Sieben Alben, sieben Singles. Wobei die Hit-Compilation „The Very Best Of Prince“ von der 98 auf Platz vier der aktuellen Albumliste geschossen ist. Beliebteste Single ist, klaro, auch seine wohl bekannteste. In den Midweek Charts deutete sich bereits an, dass „Purple Rain“ kurz vor dem Wiedereinstieg in die Top Ten steht. Auch hier zeigt sich überdeutlich: Früher ist das neue Heute!

Wenden wir uns dennoch – vorbei an Andrea Bergs „Seelenleben“, dem milde erwachsen gewordenen Rapper Eko Fresh und dem neuen Opus der Wienerin Christina Stürmer („Seite an Seite“) – der echten neuen deutschen Jugend zu. Diese „Generation Maybe“ getaufte Generation unter 27 (ungefähr) hat es bekanntlich nicht nicht so einfach. Die Alten sind immer noch da sind und selbst, wenn sie tot sind, gehen sie nicht weg, sondern hallen lange nach (siehe oben). Zudem ist im Pop alles schon mal da gewesen ist; heißt es. Das „Retromania“-Phänomen manifestiert sich in vielen, bunten Farben und Formen und Verweisen. Keine einfache Sache also.

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Da wäre etwa der aus Herxheim (liegt in der lieblichen Pfalz) stammende Düster-Synthie-Popper Drangsal (23), der von Kollegen einmal etwas despektierlich als „Joy Division für die Kirmes“  abgeheftet worden ist. Mit seinem Debutalbum „Harieschaim“, das je nach Vorprägung seiner HörerInnen an druckvoll hochgepumpte Cure- oder Eurythmics- oder Alphaville-Synthie-Gitarrenflächen erinnert, ist der zurückhaltende Jüngling zumindest auf dem Weg in die Top Ten. Im Single-Video „Allan Align“ spielt die tragische Schauspielerin Jenny Elvers eine tragische Figur in einer in teuflisches Rotlicht getauchten Kirche. Hostien, Beichtstuhl und weitere Gothic-Accessoires dürfen natürlich nicht fehlen. Das alles, siehe auch den Herz-Schmerz-Song „Love Me Or Leave Me Alone“ drückt in seiner mollenen Stimmung schon sehr dynamisch nach vorne. Power und Passion; da hat man viel von Depeche Mode gelernt.

Und dann wäre da natürlich noch der Berliner Battle-Rapper Karate Andi, der mit seinem Album „Turbo“ auf dem Düsseldorfer Erfolgslabel Selfmade Records turbomäßig auf die Eins schießt. Der „Eckkneipenhustler“, bekannt für Penner-Rap mit viel Bier, hat es mal wieder geschafft, seine spezielle Zielgruppe punktgenau zu versammeln, um ein blitzartiges Gastspiel an der Chartsspitze zu geben. Abgerechnet wird dann in der KW18.

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