Chris Rea: Wie „Driving Home for Christmas“ entstand
Chris Rea schrieb „Driving Home For Christmas“ 1978 im Londoner Stau. Erst 1986 erschien der Song – die Geschichte hinter dem Weihnachtsklassiker.
Der zweitberühmteste Song von Chris Rea wäre beinahe nicht veröffentlicht worden. Rea erzählte die Geschichte vor einigen Jahren, nachdem das Lied zu einem Klassiker geworden war. Im Jahr 1978 dachte Rea, dass Van Morrison den Song singen könnte. Die Tonlage richtete er für den Meistersänger ein. Aber „Driving Home For Christmas“ erreichte Morrison nie. Erst 1986 veröffentlichte Chris Rea das Stück auf der B-Seite von „Hello Friend“. Dann war es auf der Compilation „New Light Through Old Windows“. Und schließlich auf der „Christmas EP“.
Auch „On The Beach“ hat Rea noch einmal aufgenommen und das zentrale Motiv vom Keyboard zur Gitarre verlagert, woraufhin der Song zu einem der größten und exemplarischsten Hits der 80er-Jahre wurde. „Driving Home For Christmas“ entstand, als Reas Frau ihn in einem kleinen Auto aus London abholte, um ihn zur Familienfeier zu bringen. Die Straßen waren überfüllt, sie standen im Stau. Und Rea begann zu singen.
Acht Jahre blieb der Song liegen. Er erschien nicht auf Reas Debüt-Album „Whatever Happened To Benny Santini?“, das so heißt, weil Reas Plattenfirma ihn in Benny Santini umtaufen wollte. Man wollte einen „Elton Joel“ aus ihm machen – also die beiden erfolgreichsten Songschreiber jener Zeit zusammenbringen. Rea, in England geboren, war der Sohn des italienischen Eisfabrikanten Camillo Rea.
Chris arbeitete im Kontor des Vaters, bis er mit 20 Jahren ernsthaft auf einer Höfner-Gitarre zu spielen begann. Später verfeinerte er die Bottleneck-Technik, die man von Ry Cooder kennt, und spielte nur noch Blues.
Am 22. Dezember starb Chris Rea infolge einer langjährigen Krebserkrankung.