Corona und kein Ende: Plötzlich ist Steven Soderberghs „Contagion“ ein Hit


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Vor neun Jahren war Steven Soderberghs gut besetzter (Matt Damon, Marion Cotillard, Kate Winslet, Laurence Fishburne, Jude Law, Bryan Cranston und Gwyneth Paltrow) Pandemie-Spannungsfilm „Contagion“ zwar kein Flop an der Kinokasse. Doch sehr viel mehr als seine Kosten spielte er dann auch nicht ein. Das ist etwas unfair, denn es handelt sich dabei tatsächlich um einen der schnörkellosesten, besten Filme des Regisseurs.

Leider musste erst eine echte globale Epidemie ausbrechen, damit der Film endlich in aller Munde ist. Während Hollywood in Zugzwang gerät, weil die wichtigen asiatischen Märkte wegbrechen (deshalb wurde der neue Bond „No Time To Die“ von April in den Herbst verschoben), zeigt „Contagion“ nun, dass es auch andersherum geht.

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Nach fast zehn Jahren ist der Film in die Top 10 der iTunes-Charts gerutscht. Das mag an dem realistischen Szenario liegen, aber wohl auch an der Tatsache, dass das Virus, das die Menschen bedroht und dahinsiechen lässt, in „Contagion“ ebenfalls seinen Ursprung in China hat.

„Contagion“ vor allem im Netz beliebt

Bereits seit Januar ist er in der Verkaufsliste ganz vorne dabei und gehört, das ist kein Witz, gemeinsam mit den „Harry Potter“-Filmen zu den meistgesehenen Filmen von Warner Bros. im Netz.

Im Grunde ging es Soderbergh eigentlich darum, an den Katastrophenfilm der 70er-Jahre, als das Genre tatsächlich boomte, zu erinnern. Geschildert wird der Beinahe-Zusammenbruch der globalisierten Gesellschaft, wobei das beängstigende an dem Film eigentlich seine nüchterne Haltung zu dem Thema ist.