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Amy Lee und Troy McLawhorn von Evanescence

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Blackout Tuesday

Dan Auerbach von den Black Keys über Link Wray (1998)

Als ich 18 war, sah ich Link Wray im Grog Shop in Cleveland vor rund 250 Leuten. Es war die lauteste Gitarre, die ich je gehört und die geilste Rock & Roll-Show, die ich je gesehen habe. Anfangs wirkte er alt und gebrechlich, er brauchte Hilfe, um überhaupt auf die Bühne zu kommen. Er hatte eine Sonnenbrille auf, hatte langes geflochtenes Haar und war komplett in Schwarz gekleidet. Jemand half ihm dabei, die Gitarre umzulegen, ohne dass sich sein Zopf im Gurt verfängt. Dann hat er seinen Verstärker aufgedreht und damit begonnen, mir das Hirn  zu zerdreschen. Er jagte durch ein paar seiner Instrumental Hits und hatte dabei zwei jüngere Gitarristen an seiner Seite. Nach 45 Minuten ging er von der Bühne. Die Leute schrien nach einer Zugabe, aber er kam nie zurück. Es war wunderbar. Er hat großen Eindruck hinterlassen: Keep it simple, short and sweet. Er hatte außerdem die Amps so laut aufgedreht, dass er sie seitlich zum Publikum drehen musste, damit niemandem die Ohren explodieren. Seitdem mache ich das immer so. Meine Amps sind immer zur Seite gedreht, weil ich mir das bei Link Wray abgeschaut habe.

Hier die bisherigen Artikel in der Reihe „Best Show Ever“:


The Rolling Stones: Die Lieblingssongs der Redaktion

Maik Brüggemeyer: "Before They Make Me Run" Für mich sind die Rolling Stones keine Song-, sondern eine Soundband. In Martin Scorseses "Shine A Light" kann man sehen, was für eine wacklige Konstruktion dieser Stones-Sound eigentlich ist. Die Band orientiert sich nicht am Takt, den der Schlagzeuger vorgibt, sondern an der Rhythmusgitarre. Und je malader und unberechenbarer Keith Richards mit dem Alter wird, desto unwahrscheinlicher scheint es, dass das funktioniert. Manchmal muss Ron Wood einspringen, und das führt zu seltsamen Verschiebungen und Überlagerungen. Erinnert an die Doppelsechs im modernen Fußball. Das ist Postrock in Reinform! Naja, fast. Der vorne herumgockelnde Jagger…
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