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D’Angelo live in Berlin: Funk aus der Tiefe


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Lange nicht mehr gesehen, die Black-Panther-Faust, und hier, von der Band auf der Bühne in die blaudiesige Luft der überhitzten Columbiahalle gereckt, hat die Geste etwas Selbstverständliches, obgleich sie natürlich erkennbar Teil der fantastischen Inszenierung ist, wie D’Angelos Stars-and-Stripes-Umhang über der Bikerjacke, wie Ballonmützen, Sonnenbrillen, überdimensionierte Goldketten und Schmetterlingsarme der Band. All diese Zeichen und Gesten erzählen Geschichte, sie illustrieren die von D’Angelo und seiner ungemein tighten Band, The Vanguard, inhalierten Großmeister James Brown, Sly Stone, George Clinton, Prince, und sie führen nach Ferguson, zu Polizeigewalt und Rassismus. Nach anderthalb Stunden explodiert die Refrainzeile aus „The Charade“, D’Angelos Kommentar zu Ferguson:

„All we wanted was a chance to talk/ Instead, we only got outlined in chalk“, viel zitiert und gepostet und nun auch als T-Shirt am Merch-Stand zu haben.

Ein langes, intensives Konzert, das immer wieder, bei „Brown Sugar“ und vor allem bei den Zugaben, in eine diszipliniert bebende Funk-Jam ausufert. Die Musiker sind großartig: Ex-The-Time-Gitarrist Jesse Johnson brilliert auch bei gelegentlichen Rocksoli, Bassveteran Pino Palladino, der sonst bei The Who (!) aushilft, spielt ungemein roh und smart zugleich – überhaupt ist der Bass-Schlagzeug-Dialog grandios, ein tief wühlender Groove, der den Saal vibrieren lässt wie eine Auster unter Strom. Punktabzug gibt’s einzig für den mitunter dumpfen Hallensound. Im Gegensatz zu vielen zweifelhaften Comebacks ist D’Angelos Rückkehr ein Triumph.


„Idiot Prayer“-Kameramann: Nick Cave zeigt „reinste Form“ seiner Musik

Der irische Kameramann Robbie Ryan hat Nick Caves anstehendes Konzert „IDIOT PRAYER: Nick Cave alone at Alexandra Palace“ gedreht. Nun hat er dem britischen Magazin „NME“ verraten, auf was sich Zuschauer am Donnerstag (23. Juli) einstellen können. Obwohl Ryan zugab, nie ein großer Fan von Nick Caves Musik gewesen zu sein, soll ihn die Solo-Performance des Musikers sehr bewegt haben. Er sagte: „Es gibt vier oder fünf Songs, die ich mir immer wieder angesehen habe. Es ist die reinste Form seiner Musik, weil er nur am Klavier sitzt und seine Spielweise ist phänomenal.“ Als Teaser teilte Cave bereits die Performance…
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