David Bowie: Mega-Doku „Moonage Daydream“ im Anflug


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Vier Jahre lang durfte der amerikanische Regisseur Brett Morgen in den Archivbeständen von David Bowie stöbern. Der preisgekrönte Doku-Filmer, der etwa „Montage of Heck“ über das Leben und Werk von Kurt Cobain gedreht hatte, bekam unbeschränkten Zugang zum vorbildlich katalogisierten Ton- und Bildmaterial des Meisters.

Nun hat Bowies Nachlassverwaltung das Ergebnis dieser Wühlarbeit verkündet. Ein Film namens „Moonage Daydream“, der als gehaltvolle filmische Odyssee beschrieben wird. Das Projekt stehe kurz vor seiner Fertigstellung. Darin wurden tausende Stunden Originalmaterial gesichtet, vieles davon nie gesehene Raritäten aus privatem Bestand. Der Titel der eklektischen Komposition aus Spielfilm, Konzert- und Alltagsszenen stammt vom gleichnamigen Song des 1972er-Albums „Ziggy Stardust.“

Das US-Fachmagazin „Deadline“ listet „Moonage Daydream“ bereits für die Filmfestspiele in Cannes vom 17. bis 28. Mai 2022; mit einer Premiere an der Croisette im Rahmen der der „Midnight Screenings“.

Die Pressemitteilung verweist darauf, dass Bowie in verschiedenen Disziplinen gearbeitet hat. „Nicht nur in der Musik und im Film, sondern auch im Tanz, in der Malerei, in der Bildhauerei, in der Video- und Audiocollage, im Drehbuchschreiben und auf den Bühnen des Theaters. Regisseur Morgen habe entsprechend einen „ungefilterten Zugang zu Bowies persönlichen Archiven, einschließlich aller Master-Aufnahmen erhalten, um daraus einen kunstvollen und lebensbejahenden Film zu schaffen, der den Zuschauer auf eine Reise durch Bowies kreatives Leben mitnimmt.“ Daraus habe er wiederum ein „kreatives Meisterwerk geschaffen“.

Bowies langjähriger Studiobegleiter Tony Visconti, der ab 2014/15 auch das finale Album „Blackstar“ produzierte, übernahm als musikalischer Leiter den Filmscore zu „Moonage Daydream“. Die internationalen Verleihrechte liegen bei Universal Pictures, eine US-Streamingpremiere ist im Laufe des Jahres 2023 auf den Plattformen HBO und HBO Max vorgesehen.