David Bowie: Jetzt werden seine Songs für Fitness-Räder genutzt


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Zwei Wochen nach Übernahme der musikalischen Hinterlassenschaft von David Bowie durch den Musikverlag Warner Chappell für 250 Millionen Dollar gibt es bereits ein erstes neues Vermarktungsmodell. Das New Yorker Fitness-StartUp Peloton, das weltweit hochpreisige Heimfahrräder mit digitalen Trainings-Angeboten verknüpft, sicherte sich den gesamten Bowie-Katalog zur Beschallung der ambitionierten Trimm-Dich-Übungen.

Unter dem Titel „The David Bowie Collection“ können Trainingswillige über eine App sowohl Bowies leichtgängige Hits vom Kaliber „Changes“ aber auch melancholische Tracks wie „Warszawa“ auswählen. Fans können ihre Pfunde nun kongenial mit Bowies Sound purzeln lassen; über eine gesamte Etappe mit Steigungen über (virtuelles) Kopfsteinpflaster zu „Starman“, Abfahrt nach „Neukölln“ und Ausrollen zu „Space Oddity“.

Dazu haben die Peloton-Strategen noch drei Remixe in Auftrag gegeben, von denen auch St. Vincent einen zusätzlichen Dollar verdient. Annie Clark nahm sich „It’s No Game Pt.1“ vom Album „Scary Monsters“ vor, die US-DJ-Frau Honey Dijon brezelte „Let’s Dance“ auf und die HipHop-Produzentin Tokimonsta wählte „Golden Years“.

Gewohnt hintersinnig äußerte sich Clark zu ihrem ungewohnten Job als Fitess-Beschallerin: „Ich habe mich für „It’s No Game (Pt. 1)“ entschieden, weil es auf dem Album auch einen zweiten Teil des Songs gibt.Ich dachte mir, Bowie hätte vielleicht nichts dagegen, wenn ich nun einen „Pt.3“ mache. Mit Bowies stimmgewaltigen Vocals aus Teil 1 im Fokus: „Three steps to heavaaaaaaaaaaaahn…”

Wer sich gefragt, wie sich die immensen Summen refinanzieren lassen, die aktuell für große Songrechte-Pakete gezahlt werden. „Bowie on Bike“ wäre ein kleines Beispiel dafür.