David Schwimmer geißelt Kanye Wests Entschuldigung und fordert verbleibende Wireless-Festival-Sponsoren zum Rückzug auf

Der Schauspieler dankte Pepsi, PayPal und Diageo dafür, dass sie ihre Unterstützung für das Festival zurückgezogen haben, bei dem West als Headliner des dreitägigen Events angekündigt ist.

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David Schwimmer hat die Unternehmenspartner gelobt, die sich nach der Ankündigung von Ye – dem Künstler, der früher als Kanye West bekannt war – als Headliner des Londoner Wireless Festivals 2026 von der Veranstaltung zurückgezogen haben. Der Schauspieler verurteilte zugleich Yes Entschuldigung für seine jahrelangen antisemitischen Entgleisungen und erklärte, dessen Worte seien durch keinerlei Taten gedeckt.

In einer ausführlichen Erklärung, die er am Montag, dem 6. April, in den sozialen Medien veröffentlichte, lobte Schwimmer Pepsi, PayPal und Diageo für ihre „moralische Klarheit“. (Nicht erwähnt, aber ebenfalls abgesprungen: Rockstar Energy.) Der Schauspieler schrieb: „Anders als Wireless und Festival Republic haben sie sich entschieden, einem Künstler keine Bühne zu bieten, der zu einem der bekanntesten hassverbreitenden Fanatiker der Welt geworden ist – während die anderen Organisationen einzig daran interessiert sind, an einem solchen zu verdienen.“

Der Abgang namhafter Sponsoren fällt zusammen mit einer scharfen Stellungnahme des britischen Premierministers Keir Starmer, der erklärt hatte, es sei „zutiefst beunruhigend, dass Kanye West trotz seiner früheren antisemitischen Äußerungen und seiner Verherrlichung des Nationalsozialismus für das Wireless Festival gebucht wurde“.

Schwimmers Kritik an Ye

Schwimmer verwies auf Yes Veröffentlichung des Tracks „Heil Hitler“, den Verkauf von Shirts mit Hakenkreuzen und seine Selbstbezeichnung als Nazi und bezeichnete die Entschuldigung des Rappers in einer ganzseitigen Anzeige im „Wall Street Journal“ als „möglicherweise Teil einer PR-Kampagne, um die Leute kurz vor seinem seit Langem geplanten Bühnencomeback zu besänftigen“.

Der Schauspieler fuhr fort: „Nicht vergessen: Ye hat sich schon früher entschuldigt, diese Entschuldigung dann zurückgenommen und seinen fanatischen Judenhass noch verstärkt.“ Schwimmer nannte Lauryn Hill, Travis Scott, CeeLo Green und Don Toliver – die alle bei Yes ausverkauften Shows in Los Angeles letzte Woche aufgetreten waren – und bezeichnete sie als „Künstler, die seine Geschichte des rasenden Antisemitismus offenbar achselzuckend hinnehmen. Oder vielleicht sogar gutheißen? Schwer zu sagen, da keiner von ihnen seine früheren Aussagen je öffentlich verurteilt hat.“

Schwimmer verurteilte Yes antisemitische Ausbrüche als „irreparablen Schaden“ anrichtend und als Treibstoff für „weltweiten Hass, der überall Gewalt gegen Juden befeuert hat“. Der Schauspieler erklärte, Yes „unberechenbares Verhalten habe immer wieder gezeigt, dass ihm nicht zu trauen sei“, und dass seine „prominenten Kumpel“ zwar über sein Verhalten hinwegsehen könnten, „die Gemeinschaft, der er am meisten geschadet hat, jedoch keinen Grund hat, seiner Entschuldigung zu vertrauen“.

Forderungen an Ye

Er argumentierte, wenn Yes Entschuldigung „aufrichtig“ sei, müsse der Künstler den Song „Heil Hitler“ entfernen und ihn öffentlich verleugnen, sich mit jüdischen Führungspersönlichkeiten und Künstlern treffen, um Wiedergutmachung zu leisten, und einen Teil seiner Einnahmen aus dem Wireless-Auftritt an jüdische Wohltätigkeitsorganisationen in Großbritannien spenden.

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„Ein Entschuldigungsschreiben ist genau das: Worte auf Papier“, sagte Schwimmer. „Ich glaube an Vergebung, aber dazu gehört weit mehr als das. Wobei: Ich verdiene nichts daran, dass er beim Wireless auftritt.“ Abschließend rief Schwimmer Budweiser, Beat Box Beverages, Drip Water und Big Green Coach dazu auf, ihre Sponsorings beim britischen Festival zu beenden.

Schwimmer gegen Musk

Im vergangenen Jahr hatte Schwimmer bereits Elon Musk angegriffen, weil dieser Ye auf seiner Plattform X weiterhin antisemitische, rassistische und frauenfeindliche Aussagen machen lasse. „Ich weiß nicht, was schlimmer ist: die Tatsache, dass er sich als Nazi bezeichnet (was impliziert, dass er ALLE marginalisierten Gemeinschaften, einschließlich seiner eigenen, vernichten will), oder die Tatsache, dass es zu diesem Zeitpunkt keine ausreichende EMPÖRUNG gibt, um ihn von allen sozialen Medien zu entfernen und zu sperren“, schrieb Schwimmer in einem an Musk gerichteten Post. „Schweigen ist Mitschuld.“

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil