„Der Elefantenmensch“, „Midnight Express“: Schauspieler John Hurt ist tot


Der britische Schauspieler John Hurt ist tot. Er starb an den Folgen einer Bauchspeicheldrüsenkrbs-Erkrankung, wie sein Management am Samstag (28. Januar) mitteilte. Schon 2015 hatte der Charaktermime sein Leiden öffentlich gemacht. Die Krankheit war in einem sehr frühen Stadium erkannt worden und Hurt hatte sich damals optimistisch gezeigt, sie auch besiegen zu können.

Der 1940 in Chesterfield (England) geborene Hurt fand als Theaterschauspieler und kantiger Darsteller in Filmen wie „Alien“, „1984“, „Dead Man“ oder auch als Mr. Ollivander in den Verfilmungen der „Harry Potter“-Bücher ein großes Publikum. Nachdem er zunächst Kunst studierte, absolvierte er ab 1960 eine Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art. Dabei nahm er sich Alec Guiness zum Vorbild, dem es wie selbstverständlich gelang, zwischen Kino, Fernsehen und Bühnenbrettern hin und her zu wechseln.

Meister aller schauspielerischen Disziplinen

Für Alan Parkers „12 Uhr Nachts – Midnight Express“ erhielt Hurt seine erste Oscar-Nominierung. Der Brite scheute sich nicht, auch in zahlreichen Unterhaltungsfilmen mitzuwirken. Unter anderem ist er in der Sci-Fi-Parodie „Space Balls“ und in Steven Spielbergs „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ zu sehen. Auch als Synchronsprecher u.a. für die Zeichentrickfilme „Unten am Fluss“ und „Herr der Ringe“ brillierte Hurt.

Seine wohl eindrucksvollste schauspielerische Leistung lieferte der Brite aber in David Lynchs „Der Elefantenmensch“ ab, wo er den an einer Elefantenkrankheit leidenden John Merrick darstellte und dabei im Grunde hinter dem Make-Up kaum zu sehen ist. Hurt spielte in mehr als 140 Filmen mit, oft auch in Nebenrollen. 2015 wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

John Hurt in seiner Paraderolle in David Lynchs "Der Elefantenmensch"
John Hurt in seiner Paraderolle in David Lynchs „Der Elefantenmensch“

Images Press Getty Images

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