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Die 111 besten deutschen Songs: Marius Müller-Westernhagen – „Mit 18“

Theo lebt hier nicht mehr. Den Kampf gegen den Rest der Welt hat er verloren. Nun leitet er ein Medienunternehmen mit dem Namen Westernhagen, parliert auf Englisch mit seiner internationalen Belegschaft und füllt mit seiner auf Hochglanz polierten musikalischen Produktpalette die Konzertsäle. Irgendwie ahnte er schon 1978, dass es mal so kommen würde: „Jetzt sitz ich hier, bin etabliert und schreib auf teurem Papier ein Lied über meine Vergangenheit, damit ich den Frust verlier.“

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Eigentlich gefiel Westernhagen sich Ende der 70er/Anfang der 80er in der Rolle des Losers besser – in dem Roadmovie „Theo gegen den Rest der Welt“ ebenso wie auf den Alben „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“, „Stinker“ und „Sekt oder Selters“. Seine Songs waren allesamt Unterschichtsdramen. Doch in „Mit 18“, einem knurrigen Boogie, der klassisch von einer Mundharmonika eröffnet wird und in dem er sich tatsächlich an seine Zeit als Sänger der Düsseldorfer Amateurband Harakiri Whoom erinnert, wagte er einen nostalgischen Blick zurück auf die Zeit der Unschuld.

Waren die Zeilen 1978 noch ein verfrühter Nachruf auf den Rock’n’Roller Westernhagen, so wirken sie heute im Rückblick bitter. „Ich will zurück auf die Straße, will wieder singen, nicht schön, aber geil und laut“, heißt es in dem Song, der entstand, als Westernhagen noch nicht einmal 30 Jahre alt und als Schauspieler einigermaßen erfolgreich war. Nicht so als Musiker. Vor dem Album „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“, auf dem es auch die „Skandal“ -Single „Dicke“ zu hören gab, hatte er nur Flops abgeliefert und hätte sich wohl kaum vorstellen können, dass er wirklich einmal 11,2 Millionen Platten verkaufen würde.

Doch die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Lothar Meid änderte alles. Leider sollten „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ und der Song „Mit 18“ das Beste bleiben, was er je hingekriegt hat. Bis jetzt.


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