Die 50 besten Alben des Jahres 2019

50. Moritz Krämer: „Ich hab’ einen Vertrag unterschrieben“

Kleingedrucktes, Haken, Klauseln: Eine vielschichtige Allegorie auf das Leben, ebenso kluge wie mitreißende Popmusik. Noch eindrucksvoller als das jüngste Werk von Krämers Band Die Höchste Eisenbahn.

49. Patrick Watson: „Wave“

Nach längerer Albumpause bescherte uns der kanadische Songschreiber sein bisher schönstes Album: ein Kammerpop-Reigen zwischen Neoklassik-Kathedralen und jenseitigen Balladen.

48. Simon Joyner: „Pocket Moon“

Ja, der übliche Verdächtige. Aber auch nach „Pocket Moon“ rätselt man wieder darüber, warum der unabweisbaren Song-Poesie des Mannes aus Omaha immer noch keine größere Öffentlichkeit zuteil wird.

47. The Comet Is coming: „Trust In The Lifeforce Of  The Deep Mystery“

Eine der prächtigsten Blüten der neuen UK-Jazz-Welle: Shabaka Hutchings erkundet mit seiner Band erstaunliche kosmische Landschaften zwischen Psychedelia, Funk und Leftfield-Electronica.

46. Steve Gunn: „The Unseen In Between“

Ein herausragender Gitarrist war Gunn immer. Nun profiliert er sich weiter als Songwriter, der so Unterschiedliches wie die Psych-Attacke „Lightning Field“ und die Folk-Elegie „Stonehurst Cowboy“ vereint.

45. Damien Jurado: „In The Shape Of A Storm“

Quecksilbrige Licks von Josh Gordon, die himmlisch fragile Stimme: Jurado kredenzt zehn kurze bis sehr kurze Songs, die es eigentlich nicht geben kann – verstörend und tröstlich, klar und rätselhaft.

44. Slowthai: „Nothing Great About Britain“

Keiner rantete und rappte aggressiver gegen den Brexit und Britain als Tyron Frampton, 24, alias Slowthai. Sein Grime-Punk rüttelt an den Schlössern der Mächtigen, die Sleaford Mods sind nicht allein.

43. Thom Yorke: „Anima“

Das dritte Soloalbum des Radiohead-Sängers, in dem er seinen Schutzpanzer selbst aufbricht: Elektronische Epen über Zweifel an der eigenen Geschlechtsidentität, Trauer und Zukunftsangst.

42. Efdemin: „New Atlantis“

Beim Berliner Produzenten trifft der abstrakte Minimalismus der Neuen Musik auf körperbewegenden Techno und House. Schubbernde Beats verbindet er mit Hackbrettern, E‑Gitarren und Drehleiern.

41. Morrissey: „California Son“

Der verfemte Poet singt glühende Versionen seiner Lieblingslieder von Joni Mitchell, Jobriath, Laura Nyro und Roy Orbison – und „Only A Pawn In Their Game“ von Bob Dylan. Eine Art Selbstporträt.

Plätze 40 bis 31:



The 27 Club: Von Robert Johnson zu Amy Winehouse

Schon Arne Willander wies in seinem Nachruf auf Amy Winehouse darauf hin: "Sie starb nun mit 27 Jahren, der magischen schwarzen Zahl der Popmusik: Hendrix, Joplin, Morrison und Cobain wurden ebenso alt." Wenig später oder früher sprangen auch die übrigen Medien von seriös bis Gossenblatt an, den ominösen "27 Club" zu thematisieren. Aber wir dürfen uns da nicht beschweren: Schon unsere Gastautorin Alexa Hennig von Lange erinnerte in ihrem sehr persönlichen Beitrag zu Jim Morrisons Todestag "Jim und ich" an den "Klub 27", wie er im Deutschen genannt wird. Es bleibt die Frage, ob man um diese Zahl wirklich einen…
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