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Die Berliner Verkehrsbetriebe landen mit “Is mir egal” einen Viral-Hit

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Die Berliner Verkehrsbetriebe landen mit “Is mir egal” einen Viral-Hit

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Seit Tagen diskutiert die Republik über einen Werbespot von Edeka, der einen am Weihnachtsfest einsamen Senior zeigt und damit auf ein (angeblich) gesellschaftlich verschwiegenes Tabu verweist – oder eben einfach nur ganz simpel zu Tränen rühren will. Im Netz und auf der Straße mit emotionalen Videos bei der jungen Kundschaft zu punkten ist eine Kunst für sich, die auch ordentlich schief gehen kann.

Vor einigen Monaten setzten sich die Berliner Verkehrsbetriebe in die Nesseln, als sie eine Werbekampagne unter dem Slogan “Weil wir dich lieben” lancierten. Viele Kunden des Unternehmens, von verspäteten Zügen genervt, von überfüllten Bussen gestresst, vermuteten dahinter blanken Zynismus und zeigten mit dem Daumen nach unten. Der Konzern ruderte zwar nicht zurück, sah sich aber wohl gezwungen, nun andere Werbewege zu beschreiten. Manche haben ja die Verbesserung ihres Images nötiger als andere.

Komik aus dem U-Bahn-Schacht

Deshalb steht seit einigen Tagen ein Video im Netz, das einen launischen Kontrolleur bei seinen täglichen Gängen durch U- und Straßenbahnen begleitet und ihn dazu immer wieder die lethargischen Zeilen “Is mir doch egal” rappen lässt. Der leicht dickliche Mann schlawenzelt durch die Verkehrsmittel und beobachtet allerhand Kleinigkeiten, die vielleicht Münchenern oder Hamburgern absurd, dem Berliner Publikum aber sehr bekannt vorkommen dürften: Typen, die ihren Umzug mit der U-Bahn bewältigen, drollig verkleidete Möpse, Omas mit Gruftis und tanzende Transen.

Das scheint den Menschen zu gefallen – der Clip wurde mittlerweile tausendfach geklickt. Das Lied hat allerdings – wie auch schon “Supergeil” von Edeka – ein prominentes Vorbild aus der Subkultur, das nur einem bestimmten Publikum bekannt sein sollte, hier aber originell neu vertont wurde. In diesem Fall ist es der gleichnamige Track von Kazim Akboga, der für die Verkehrsbetriebe auch ins Kontrolleur-Outfit schlüpfte.

Hinter der Viral-Aktion, die auch recht offensichtlich die “Scheißegal”-Haltung vieler Hauptstädter versinnbildlicht, steht übrigens genauso wie im Fall von “Supergeil” und dem Edeka-Weihnachtsclip unter dem Titel #heimkommen die Werbeagentur Jung von Matt. Die kommt ausgerechnet aus Hamburg.

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