Elvis Presleys Gitarre aus dem 1968 Comeback Special kommt zur Auktion

Die kirschrote Hagstrom Viking II, die Presley bei einem der wichtigsten Auftritte seiner Karriere spielte, soll zwischen 1 und 2 Millionen Dollar erzielen.

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Die elektrische Hagstrom Viking II, die Elvis Presley während seines 1968 Comeback Specials spielte, kommt zur Auktion. Sotheby’s versteigert das in Schweden gefertigte Semi-Hollowbody-Instrument, das Elvis während der legendären Sendung bei Songs wie „Blue Suede Shoes“, „Trouble“ und „Guitar Man“ in den Händen hielt. Auf dem Cover seines 1969er-Albums „Elvis in Memphis“ ist er ebenfalls mit der Gitarre zu sehen. Der Schätzwert liegt zwischen 1 und 2 Millionen Dollar.

„Diese Gitarre wurde zum Symbol von Elvis‘ legendärem Comeback“, sagt Craig Inciardi, Music and Pop Culture Specialist bei Sotheby’s. „Gitarren waren schon immer ein zentrales Element seines Images – aber als Elvis nach Jahren Abwesenheit in seinem ikonischen schwarzen Leder-Outfit auf die Bühne zurückkehrte und dieses Instrument spielte, entstand eines der unvergänglichsten Bilder der Rockgeschichte. Es war ein Wendepunkt: Er fand den Draht zu einer ganzen Generation von Fans wieder und festigte seinen Status als King of Rock ’n‘ Roll.“

Das Online-Bidding beginnt am 9. April und endet am 23. April. Vom 13. bis 20. April ist die Gitarre im Sotheby’s New York Breuer Building ausgestellt. „Anders als die meisten Gitarren von Elvis, die akustisch waren, handelt es sich hier um eine elektrische Hagstrom, die für ihr unverwechselbares Aussehen und ihren Sound bekannt ist“, erklärt Inciardi. „Ihre Seltenheit und die Verbindung mit dieser einzigartigen Performance machen sie zu einem der ikonischsten Instrumente, die mit Elvis in Verbindung gebracht werden.“

Eine Gitarre, ein Moment

Ursprünglich hatte Presley geplant, bei der Sendung eine andere Gitarre zu spielen, doch die passte farblich nicht zu den roten und schwarzen Tönen des Bühnenbilds. Regisseur Steve Binder und Produzent Bones Howe fragten daraufhin den Session-Gitarristen Al Casey, ob Presley stattdessen seine kirschrote Hagstrom verwenden könne. Es ist das einzige Mal, dass Presley diese Gitarre spielte; seitdem wanderte sie durch mehrere Privatsammlungen. Von 1998 bis 2000 war sie im Rock and Roll Hall of Fame ausgestellt.

Die Versteigerung findet nur wenige Wochen nach dem Verkauf von David Gilmours schwarzer Fender Stratocaster statt, die für rekordverdächtige 14.550.000 Dollar den Besitzer wechselte. Bei derselben Auktion erzielte Jerry Garcias „Tiger“ 11.560.000 Dollar. Beide Instrumente stammten aus der Jim-Irsay-Kollektion und gehören zu den teuersten je versteigerten Gitarren überhaupt. Beide übertrafen ihre ursprünglichen Schätzwerte deutlich – gut möglich, dass Presleys Hagstrom es ihnen gleichtut.

Andy Greene schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil