„Herzzerreißend“ oder „hohl“? Fans reagieren auf das „Euphoria“-Finale
Geteilte Reaktionen: Nach drei Staffeln endete „Euphoria“ mit einem Finale, das viele Fans erschütterte – und einige enttäuschte.
„Euphoria“ hat seine blockbusterreife Drei-Staffeln-Geschichte letzte Nacht mit einem Finale beendet, das viele Fans am Boden zerstört hat – und manche eher kalt ließ. (Spoiler folgen, natürlich.)
Die letzte Episode, „In God We Trust“, lief rund anderthalb Stunden – doch der entscheidende Moment kam etwa in der Mitte: Rue, die Hauptfigur der Serie, gespielt von Zendaya, stirbt an einer Überdosis. In gewisser Weise war Rues Schicksal längst besiegelt – durch ihre eigenen Dämonen und ihre bedrohliche Lage zwischen DEA-Agenten und dem Verbrecherboss Alamo (Adewale Akinnuoye-Agbaje).
Das machte den Tod der Figur freilich nicht leichter zu verdauen. „Ja, dieses Ende hat mich komplett gebrochen“, schrieb ein Fan – in Bezug auf die Szene, in der Rue kurz vor ihrem Tod halluziniert und ihre Mutter wiedersieht.
Zendayas bester Moment
„Sag, was du willst über diese Serie – aber Zendaya hat gerade den besten Serientod aller Zeiten hingelegt“, urteilte ein anderer Fan.
In derselben Traumsequenz begegnet Rue auch ihrem Freund Fez wieder. Fez wurde von Angus Cloud gespielt, der 2023 selbst an einer versehentlichen Überdosis starb. (In der Serie wurde die Figur nicht getötet, sondern sitzt im Gefängnis.)
„Der Fez-und-Rue-Rückblick hat mich zum Weinen gebracht“, schrieb ein Fan. „Die Szene mit Rue und Fez – ich könnte heulen“, ein anderer. „Das ist wirklich herzzerreißend“, stellte ein Dritter fest.
Labrinth fehlt im Abgang
Doch auch wenn Rues letzte Szene emotional enorm aufgeladen war, fiel manchen Fans auf, was fehlte: „Die Sterbeszene von Rue Bennett lässt mich schluchzen – und dass dabei KEIN Labrinth-Song lief, ist IRRE“, hieß es in einem Tweet. (Labrinth, der die Musik für die ersten beiden Staffeln von „Euphoria“ komponierte, war an Staffel drei nicht beteiligt. Was genau vorgefallen ist, hat er nicht im Detail erklärt – im April schrieb er aber auf Social Media: „Ich bin gegangen, weil – letzte Wahrheit – wenn ich für jemanden arbeite, ist seine Vision für mich das Wichtigste. Aber ich lasse mich nicht wie Dreck behandeln.“)
Ähnlich frustriert zeigten sich Fans darüber, dass Rues Tod scheinbar im Vakuum stattfand, während andere Charaktere kaum noch Raum bekamen – allen voran Hunter Schafers Jules. Jemand brachte es so auf den Punkt: „Rue zu töten war schon schlimm genug – aber warum haben wir kaum eine Reaktion der langjährigen Figuren gesehen? Warum war es fast nur Ali? Jules hatte eine einzige Szene ohne einen einzigen Satz Dialog? Leslie war in der Episode, aber nur in einer Todesträumsequenz? Mann, egal … noch nie hat mich der Tod einer Figur, die ich so sehr geliebt habe, so leer zurückgelassen.“
rue dead
nate dead
laurie dead
alamo dead
naz dead
paladin dead
lexi annoying
jules on another planet
ali hanging on by a thread
maddy and cassie: pic.twitter.com/pFZZaQBoyl— b (@pauliebleek3r) June 1, 2026
Wer mit dem Ende haderte, richtete seine Kritik vor allem an „Euphoria“-Showrunner Sam Levinson. „Kein Begräbnis für deine Hauptfigur. Ali und das Amish-Mädchen als einzige, denen ihr Tod etwas bedeutet. Keine Auflösung mit Leslie oder Gia“, schrieb jemand mit Blick auf die vielen offenen Fäden. „Es gibt nicht genug Worte in irgendeiner Sprache, um zu beschreiben, wie schrecklich dieser Mann ist.“
Sam Levinson im Kreuzfeuer
„Der Farbpalettenwechsel … die Rohmilch … Rue, die sagt, sie will eine Tradwife sein, christliche Propaganda, zufällige Nazis, Beleidigungen überall, Frauen als Objekte, Nazis, die RUE MIT DEM PFERD LYNCHEN WOLLEN, DIE SCHLUSSSZENE … SAM LEVINSON, DU WIRST BRENNEN“, tobte ein anderer aufgebrachter Fan.
Und doch – das Internet bleibt das Internet: Selbst für ein so verheerendes und gespaltenes Finale gab es noch gute Memes. „Rue tot, Nate tot, Laurie tot, Alamo tot, Naz tot, Paladin tot, Lexi nervtötend, Jules auf einem anderen Planeten, Ali am seidenen Faden“, fasste ein Nutzer die düsteren Schicksale vieler „Euphoria“-Figuren zusammen.
Und dann, als Reaktion auf Alexa Demies Maddy und Sydney Sweeneys Cassie, die gemeinsam als Social-Media-Influencerinnen durchstarten: ein Foto von Blake Lively und Leighton Meester aus den „Gossip Girl“-Tagen, versehen mit der Bildunterschrift „Jede Brünette braucht eine blonde beste Freundin.“