Exklusive Videopremiere: Wolf Mountains – „Vacation“

Der Bandname, Wolf Mountains, klingt nach einem weiteren semispannenden Indie-folk-Grüppchen. Doch das, was Die-Nerven-Drummer Kevin Kuhn mit einer Handvoll Musiker aus dem Stuttgarter Underground zele­briert, verdankt sich dem Post-Punk der Achtziger, lässt aber in keiner Sekunde einen Zweifel daran, dass es sich hier um verhindernde, zerschossene Popmusik handelt.

Cover von „Superheavy“
Cover von „Superheavvy“

Replace­ments, Felt, My Bloody Valen­tine, Violent Femmes, Hüsker Dü, The Gun Club und The Wedding Present sind nicht zu viel der Referenzen. Die Gitarren kratzen über kaputten Rockabilly und schiefe Glam-Hymnen. „Summer’s ­Gone, Pt. II“ hat die wütende Harmonie eines Stücks von Billy Corgan. Und hinter jedem Riff lauert eine Hookline.
(Max Gösche, RS 11/17)

ROLLING STONE präsentiert exklusiv das neue Video zu dem Song „Vacation“!

Kooperation

Dazu die Band: „Vacation“ ist ein Stück, welches der Rockmusik zuzuordnen ist. Wir hatten den Song schon eine ganze Weile als Instrumental unter dem gleichen Titel bis schliesslich ein Text dazukam. Der Titel rührt von der Stimmung des Songs, die etwas sardonische Aufbruchstimmung einer Fahrt ins Ungewisse. Wovon er handelt kann ich nicht genau sagen. Genau genommen werden Texte bei uns fast immer in einem Gedankenstrom geschrieben. Hier auch keine Ausnahme. Daher sollte man nicht alles wörtlich nehmen, zu mal für uns meistens der Klang der Worte viel interessanter ist.

Der Text ist sehr vage von Hunter S. Thompson’s ‚Daily Routine‘ beeinflusst. Wobei es keineswegs eine Glorifizierung von Exzessen darstellen soll, sondern viel mehr einen überspitzten Ausdruck von Freiheit und Selbstbestimmung. Auch wegen der ‚Schaffe schaffe Häusle baue‘-Mentalität, in welcher wir groß geworden sind. Dies dann ein bisschen gepanscht mit der alltäglichen Paranoia und ein, zwei Geschichten über Eskapaden von Dee Dee Ramone, die ich irgendwo mal gelesen habe. Aber ich weiß wirklich nicht worum es da gehen soll.

Der sehr talentierte Roman Duplessier von The Attic Video hat einen Clip gemacht. Was zunächst anmutet wie eine stark runtergenudelte VHS von einem Autowerbespot, schildert eine trippy, verzerrte Autofahrt über Nicht-Orte bis hin zum Strand. Wir vermissen den Strand. Dinosaurier sind auch mit drin.“

Wolf Mountains (+Karies) live 2017

  • 23.11. Hamburg, Molotow
  • 24.11. Bremen, Lagerhaus
  • 25.11. Erfurt, Café Tikolor

This Charming Man

Ein Teil Musikgeschichte: Diesen Orten wurden großartige Songs gewidmet

Berlin: Iggy Pop – „The Passenger“ https://www.youtube.com/watch?v=D9srgtTTVwk Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an das Gefühl erinnern, wie es war, in den Siebzigern durch Westberlin zu streifen – Iggy Pop, der dort zu jener Zeit mit David Bowie lebte, Musik machte und sich von einschlägigen „Künstler-Substanzen“ fernzuhalten versuchte, hat sein damaliges Lebensgefühl im Song „The Passenger“ auf dem Album „Lust For Life“ für die Ewigkeit konserviert. Fotografin Esther Friedman, die sieben Jahre ihres Lebens mit dem Künstler teilte, erklärte einst, dass „The Passenger“ durch Pops Fahrten mit der Berliner S-Bahn inspiriert wurde: I am a passenger I stay…
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