Comic-Blog

Neunte Kunst: Spirou wird 80 – exklusiver Comic: „Ritt durch die Zeit“ + Verlosung

Comic-Blog

Neunte Kunst: Spirou wird 80 – exklusiver Comic: „Ritt durch die Zeit“ + Verlosung

Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email
von

Gleich nach „Asterix“, „Gaston“ und „Lucky Luke“ lässt sich „Spirou und Fantasio“ als einer der beliebtesten Reihen der frankobelgischen und damit auch europäischen Comicgeschichte einordnen. Am 21. April 1938 tauchte Spirou zum ersten Mal in einem neuen Comicmagazin gleichen Namens auf. Zunächst geprägt vom Zeichner Robert Velter (unter dem Pseudonym Rob-Vel), wurde aus dem drögen Hotelpagen schnell ein abenteuerlustiger Chaot, der sich mit Hilfe eines Eichhörnchens (!) namens Pips durch die Weltgeschichte schlug. Während Velter schon 1943 anderen Aufgaben nachging (zwischenzeitlich hatte er sogar seine Ehefrau den Bleistift überlassen), übernahm der heute im Grunde vergessene Künstler Jijé und fügte 1943 Spirous Freund Fantasio hinzu. Der war bereits in so mancher Rubrik in dem Magazin aufgetaucht – und durfte nun den idealen Sidekick geben.

Es ist kein Geheimnis, dass„Spirou und Fantasio“ erst aufblühte und zu außergewöhnlicher Stärke und durchaus feinem Witz fand, nachdem 1946 der damals noch völlig unbekannte André Franquin übernahm. In kürzester Zeit hauchte er, anders kann man es wohl nicht sagen, den Figuren Leben ein, gab ihnen Ecken und Kanten, die vornehmlich auch aus der eigenen Biographie schöpften. Franquin war wie Spirou ein Träumer, ein phlegmatischer Überlebenskünstler – und mit „Spirou und Fantasio“ hatte er seine Lebensaufgabe gefunden, die später mit „Gaston“, auch eine Nebenfigur in den „Spirou“-Comics, noch eine vielleicht glänzendere Grundlage fand. Mit dem verschrobenen Wissenschaftler Graf von Rummelsdorf, dem finsteren Halunken Zantafio und nicht zuletzt mit dem später noch solo Karriere machenden Marsupilami führte der Belgier geniale Charaktere ein, die das Potenzial für unendlich viele Variationen der narrativen Grundkostellation hatten.

Bald gibt es auch einen deutschen „Spirou“

Recht schnell suchte sich Franquin auch eine breitere Form, verabschiedete sich von den short stories und wechselte zu anspruchsvollen Langgeschichten, unterstützt von den Künstlern Greg (Szenarios) und Jidéhem (Hintergründe). Franquins Phantasien von „Spirou und Fantasio“ beanspruchen derart viel Aufmerksamkeit für sich, dass die bei Carlsen Comics seit 2014 erscheinende Gesamtausgabe 1946 mit den in Deutschland unter den Titeln „Onkel Ottos Testament“, „Spirou und der Roboter“, „Spirou bei den Pygmäen“ und „Spirou im Wilden Westen“ erschienenen Geschichten einsetzt und damit sozusagen die Ursuppe unberührt lässt. So ist es nicht vermessen, für diese ereignisreiche Comicreihe festzustellen, dass es eine Phase vor Franquin, eine mit Franquin und eine nach Franquin gibt.

Zu jenem inzwischen längst die schöpferische Phase Franquins überragenden „Spätwerk“ zählen unter anderem die Arbeiten von Jean-Claude Fournier und vor allem die Abenteuer von Tome und Janry, die in den 80ern noch einmal das anarchistische Potenzial der Vorlage voll ausschöpften. Bis heute wagten sich viele unterschiedliche Zeichner an die beiden Chaoten – diesen Sommer erscheint mit Flix‘ „Spirou in Berlin“ sogar der allererste deutsche „Spirou“-Band als Teil der sogenannten „One Shots“, die sich der Verlag Depuis seit einiger Zeit erlaubt. Wer dennoch auf Franquin schwört, der kann mit uns und Carlsen gemeinsam noch einmal in Erinnerung schwelgen: Wir verlosen dreimal den ersten Band der Gesamtausgabe aus der Feder von Franquin. Wer gewinnen will, muss nur das Formular unten ausfüllen und als Stichwort „Spirou“ angeben. 

ROLLING STONE präsentiert exklusiv eine komplette Kurzgeschichte von „Spirou und Fantasio“ aus dem Band „Die tollsten Abenteuer von Spirou“: 

 

Mehr aus unserem Comic-Blog „Neunte Kunst“

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Straße und Hausnummer (Pflichtfeld)

PLZ (Pflichtfeld)

Ort (Pflichtfeld)

Ihre Lösung (Pflichtfeld)

Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
Carlsen Comics
„Rein in die Fluten!“: Strandurlaub ist doch reinste Comedy

Sommerurlaub ist Krieg! Der Körper wird mindestens drei Monate vorher mit Haferflocken, Hanteln und eiserner Gymnastik in Form gebracht. Das perfekte Domizil ist schon mindestens ein Jahr im voraus ausgesucht, dafür wird auch der eine oder andere Restaurant- oder Kinobesuch eingespart. Man will will sich ja nicht lumpen lassen. Die Ausflüge sind zudem gebucht - ohne Rücksicht auf die gelangweilten Kinderlein. Und mehr als 200 Meter zum Strand dürfen es auch nicht sein, denn schließlich wird das Liegenparadies zur Rückzugsstätte für mehrere Stunden am Tag. Freigelegt unter praller Sonne, sonnencremegestärkt und mit dem beruhigenden Blick auf das sich wonnig wogende Meer.…
Weiterlesen
Zur Startseite