Foo Fighters im Interview, Teil 2: Was es mit „Fuck you, Darrell“ auf sich hat

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Foo Fighters im Interview, Teil 2: Was es mit „Fuck you, Darrell“ auf sich hat

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Foo Fighters im Interview, Teil 1: „Es waren deutlich mehr Leute im Studio, wenn Dave gegrillt hat“

Pat, hast du wie deine Bandkollegen eigentlich auch noch andere Musikprojekte, um die du dich kümmerst? Von dir hört man selten.

Pat: Ich bin glücklich in dieser Band. Ich bin ein glücklicher Rancher.

Chris: Es gibt da aber ein paar ziemliche Goldstücke aus der Pre-Foo-Fighters-Zeit, die sind aber nicht digitalisiert worden.

Pat: Aus Gründen! Als ich nicht in dieser Band war, überlegte ich, mit welcher Band ich ausschließlich spielen wollte. Ich habe aber kein Interesse daran, für andere zu spielen. Es ist mir einfach egal, ich habe ein erfülltes Leben. Außerdem habe ich ein kleines Kind. Die anderen haben drei Kinder, ich hab nur das eine und sie braucht mich.

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Wie finden es eigentlich eure Kinder, wenn ihr so oft unterwegs seid? In den nächsten Wochen steht ja eine massive US-Tour an.

Chris: Meine sind jetzt alt genug, um zu sagen: „Ach du gehst auf Tour? Na cool. Aber ich habe genug mit meinem eigenen Leben zu tun.“ Für sie bin ich kein großer Rockstar, fuck nein. (alle lachen). Ich habe gestern zu Hause angerufen, meine Frau und mein großer Sohn waren nicht da und es war Videospielzeit für meine zwei jüngeren. Ich versuchte mit dem Zweitältesten zu sprechen und er antwortete nur kurz mit ‚Mh’ und ‚Ja’. Ich sagte nur ‚Okay, Kumpel. Ruf mich zurück, wenn du fertig bist mit den Videospielen.’ Und er hat einfach wortlos aufgelegt! Kein ‚Ich liebe dich, Daddy’ oder ‚Ich vermisse dich’, nur KLICK.

Nate: Mein älterer Sohn ist ab und zu mal etwas neugierig, was ich so tue. ‚Haben wir da gerade einen Discount für ein T-Shirt bekommen, weil du in einer Band spielst?’ In wirtschaftlicher Hinsicht ist er ziemlich interessiert. Aber wenn ich ihm sage, dass er unser neues Video anschauen soll, weil es so cool geworden ist und dass seine Freundinnen Violet und Harper [Dave Grohls Töchter, Anm. d. Red.] auch darin mitspielen, heißt es nur ‚Vielleicht morgen?’ (zeigt mit dem Daumen nach unten).

Chris: Meine Kinder lieben es, mit uns auf Tour zu sein. Sie sind gerne mit dem ganzen Zirkus unterwegs. Ich kann ja auch sehen, was sie sich auf Spotify anhören. Sie hatten alle eine Phase, in der sie die Foo Fighters gehört haben und etwas fasziniert davon waren.

Der Schlusssong „Concrete And Gold“ eures neuen Albums ist so groß, so massiv, so schön. Und am brüllt es aus dem Off „Fuck you, Darrell“? Euren Humor kennt man ja, aber was war das denn?

Pat: „Tatsächlich war es Greg, der da ‚Fuck you, Darrell’ brüllt. Darrell Thorp war unser Tontechniker für das Album. Wir spielten gerade Percussions oder so einen Scheiß ein. Und normalerweise hieß es dann von Darrell immer ‚Setz nicht die Kopfhörer auf, ich muss erst alles checken.’ Da hat er es aber nicht gemacht und Greg setzte sich die Kopfhörer auf, aus denen ein unfassbar kreischiger Sound kam. Greg hat sich die Dinger abgerissen und ihm halb im Spaß ‚Fuck you, Darrell!’ zugebrüllt. Er ist kein Schreihals, daher war es eher als Joke gemeint. Darrell hatte da aber schon auf Aufnahme gedrückt und sagte nur: ‚Das behalte ich!’“

Und was hat es mit dem Gejammer („That’s too big, too much”) nach „Make It Right“ auf sich?

Pat: Das stammt aus einem anderen Moment.

Chris: Das ist Pat, der zu viele Drogen genommen hat (alle lachen) Er kam nicht drauf klar!

 

Autorin Kristina Baum hat Chris Shiflett, Nate Mendel und Pat Smear zum Interview in Berlin getroffen.

❤️#foofighters #berlin

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