Fran Healy: Solodebüt „Wreckorder“ kommt am Freitag. Hier vorhören.


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Es wäre sicherlich wieder einmal eine musikjournalistische Fantasieklammer, nun einen neuen Trend zum musikalischen Solo-Sein auszurufen, dennoch fällt es auf, dass die Frontmänner vieler Indie- und Popbands sich nun solo ausleben wollen. Mit dem Travis-Frontmann Fran Healy hat man nun jedoch einen Kandidaten, der das nach über 20 Jahren Bandtreue nun wirklich mal darf.

„Wreckorder“ wird zehn Songs enthalten und am Freitag in Deutschland via Wrekord Label/Ryko im Vertrieb von Warner erscheinen. Als Gäste konnte Fran Healy zum Beispiel Neko Case gewinnen, die er auf ihrem Gig im Roten Salon in Berlin im vergangenen Jahr einfach mal ansprach. Das Ergebnis heißt „Sing Me To Sleep“ und klingt leider auch ein wenig so. Für Schlagzeilen bzw. Twitter-Gewitter sorgte auch die Meldung, dass Paul McCartney sich bei „As It Comes“ als Bassist verdingt – allerdings eine Kooperation, die über den Postweg funktionierte.

Birgit Fuß schreibt in ihrer Kritik in unserem aktuellen Heft: „Man sucht vergeblich den Haken, wieder einmal. Fran Healy singt so schön, kein Zynismus beschwert seine Stimmte. Der Schotte ist immer noch ganz bei sich und schreibt die schwelgerischsten aller schwelgerischen Popsongs, offensichtlich braucht er seine Band Travis dafür nicht.“

Nun ja, geschwelgt wird in der Tat recht viel – und gerade diese Lieblichkeit wird sicher auch den ein oder anderen auf die Palme bringen. Aggressionen allerdings, die im Live-Vortrag verfliegen – das bewies Healy bei seinem Gig im Ramones-Museum in Berlin vor einigen Wochen. Der Typ ist einfach dermaßen nett, dem kann man nicht böse sein.

Aber – ganz im Sinne des so friedfertigen Fran Healys – möge sich ein Jeder sein eigenes Klangbild machen…

>>>> Hier geht’s zum Stream

P.S.: Wir haben in Kürze noch eine exklusive Video-Live-Session auf Halde.