Games in Zeiten von Corona: WHO empfiehlt offiziell Videospiele


von

Soziale Kontakte auf ein Minimum einschränken und zu Hause bleiben – so lautet das derzeitige Credo in der Corona-Krise. Um dabei aber nicht in Langweile zu versinken, zieht es immer mehr Menschen zur hauseigenen Spielkonsole – und das sehr zur Freude der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Wie Anfang dieser Woche bekannt wurde, soll sich diese mit mehreren Videospielfirmen zusammengetan haben, um Menschen vermehrt dazu zu bringen zu Hause zu bleiben und Gebrauch von ihren Gamecontrollern zu machen. Das Ziel dahinter scheint selbsterklärend zu sein: die weitere Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen und die Kurve der Neuinfektionen abzuflachen.

Zusammen online spielen

Die WHO meldete sich dazu sogar auf Twitter (damit es die Angesprochenen wohl auch lesen). Mit dem Hashtag #PlayApartTogether haben mehrere Firmen, darunter große Industrienamen wie Activision und Riot Games, ihre Kunden dazu aufgerufen der Idee der Kampagne zu folgen und, in Zeiten der sozialen Distanzierung, den virtuellen Kontakt zu anderen Spielern zu nützen.

Auch informativen Zwecken soll der Hashtag dienen. So sollen Spieler unter anderem über die neuen Sicherheitsrichtlinien der WHO aufgeklärt werden. Gerade in den Vereinigten Staaten gilt die Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen derzeit als besonders wichtig, da die Zahl der Coronavirus-Fälle dort in den vergangenen Wochen rasant anstieg.

Der Aufruf der Weltgesundheitsorganisation gewinnt umso mehr an Bedeutung, als, dass diese erst vor zwei  Jahren die Online-Spielsucht in ihren Katolog der Krankheiten aufnahm.

Da von COVID-19 allerdings eine weitaus größere und vor allem tödlichere Gefahr ausgeht, scheint die derzeitige Entscheidung der Organisation, den vermehrten Gebrauch von Videospielen zu unterstützen, als durchaus nachvollziehbar.