Gegen Rassenvorurteile: Sly Stone möchte Band mit ‚Albino-Musikern‘ gründen


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Um Rassengrenzen zu überwinden möchte Sly Stone eine Band gründen, die sich allein aus Musikern mit Albinismus zusammensetzt: „Mein Gefühl sagt mir, dass man so alle Rassenprobleme neutralisieren könnte. In allen Rassen gibt es Albinos. Wenn wir begreifen, dass wir alle Albinos in unseren Familien haben, könnte das die lächerliche Rassenspannung lösen“, so Sly Stone in einem Interview mit dem „Guardian„.

Menschen mit Albinismus, die die Bezeichnung „Albino“ übrigens auch im englischsprachigen Raum als eher unpassend empfinden, haben eine veränderte Melanin-Biosynthese, in verschiedenen Ländern werden sie aufgrund ihrer auffallend hellen Haut sozial geächtet und sogar verfolgt

Sly Stone scheint sein Vorhaben ernster zu meinen, als man zunächst annehmen möchte: „Deshalb habe ich mich auf die Suche nach Albino-Musikern gemacht, dafür habe ich geprobt. Die Menschen werden uns sehen, uns zusammen sehen – eine echte Familie, eine Albino-Familie. Die Menschen werden glücklich sein, uns zu sehen“, erklärte der mittlerweile 70-Jährige Musiker seine Pläne.

Sly Stone hatte mit „Sly & The Family Stone“ beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung der R’n’B- und Soulmusik. Vielen gilt sein Musiker-Kollektiv außerdem als eine der ersten Gruppen, die mit multikultureller Besetzung große Erfolge im US-Popgeschäft verzeichneten. Stone veröffentlichte sein „I’m Back! Family & Friends“ betiteltes Album-Comeback im Jahr 2011. Die Songsammlung enthielt neben drei neuen Songs Neuauflagen alter Lieder mit Gastauftritten von Jeff Beck, Ray Manzarek und Bootsy Collins.