„Get Back“: Das Beatles-Streitgespräch zwischen McCartney und Harrison auf neun Minuten erweitert


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„Whatever it is that would please you, I’ll do it”, „Ich tue, was immer Dich glücklich macht“, das ist einer der bekanntesten Sätze, die je in Beatle zu einem anderen Beatle sagte. Zu sehen und hören ist er in Michael Lindsay-Hoggs Film „Let It Be“ aus dem Jahr 1969. Ein sichtlich angeschlagener George Harrison versucht damit den herrisch wirkenden Paul McCartney zu beruhigen. Der Dialog gilt als Beispiel für die ungesunde Dynamik, die die Fab Four zu jenem späten Zeitpunkt ihrer Karriere befallen hätte. Tyrann Macca, Schwächling George, unfreudige Studio-Aufnahmen – die Trennung der Beatles unabwendbar.

Mit seinem am Donnerstag (25. November) anlaufenden „The Beatles: Get Back“-Dreiteiler will Peter Jackson ein wenig mehr Licht ins Dunkel dieser Schaffensphase bringen. Die Situation zwischen Macca und George war eh schon angespannt – der Gitarrist hatte die Beatles zu Beginn der Sessions verlassen, weil es Unstimmigkeiten über die Pläne gab, ein Konzert in Libyen zu absolvieren. In Lindsay-Hoggs Film wird dieser Zwist ausgespart. „Ich mache aber kein Whitewashing“, sagt Jackson. „Wir sehen in meinem Film die komplette Angelegenheit. Und ich erhielt darauf von allen Beteiligten sehr positive Reaktionen, auch von denen, für die es anstrengend war, das anzusehen.“

Die berühmt-berüchtigte „Ich tue, was immer …“-Konversation sei im Archiv auf 90 Minuten zu finden gewesen, so Jackson. Der Filmemacher habe es auf acht bis neun Minuten zurechtgeschnitten, mit dem exakten Schlagabtausch in der Mitte. Es sei alles in allem ein friedlicher Dialog gewesen. „Das Ganze ist bei weitem nicht so schlimm, wie es damals dargestellt wurde“.