Gil Ofarim: Erstes Statement zum „Dschungelcamp“
Gil Ofarim startet ins Dschungelcamp. Ein erstes Statement, heftige Kritik im Netz und RTLs Umgang mit seiner umstrittenen Teilnahme
Am 23. Januar ist es so weit: Die neue Staffel des „Dschungelcamps“ („Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“) auf RTL geht in die nächste Runde. Mit dabei: Rockmusiker Gil Ofarim. Während die sozialen Medien des Senders bereits einige Shitstorms wegen seiner Teilnahme aushalten mussten, gibt es nun ein erstes Ofarim-Statement zu den Erwartungen, die Ofarim selbst an seine Teilnahme an Deutschlands Trash-Sendung Nummer eins hat.
„Vorbelastet ins Dschungelcamp?“, heißt es in einem kurzen Einspieler. „Ich kann mir letztendlich wahnsinnig viele Gedanken machen oder mich verrückt machen“, sagt Ofarim. „Aber letztendlich entscheiden es die Leute immer selber.“ Damit meint er vielleicht, wie aufrichtig er in die Sendung geht – ob er „authentisch“ wirkt oder gar den Anschein erweckt, es gehe ihm nicht nur ums Geld. „Und das ist auch richtig so. Ich kann nur ich selber sein.“
Dann blickt Gil Ofarim zu Boden. „Und eins kann ich sagen: Die Zeit, die Jahre, die ich, sagen wir, von der Bildfläche weg war, hat sich vieles geändert in meinem Leben. Ich habe mich auch weiterentwickelt. Und alles andere werden die Zuschauer dann selber entscheiden.“
Gil Ofarim, seit der „Davidstern-Affäre“ vielleicht einer der meistgehassten Künstler Deutschlands, spricht von „Weiterentwicklung“ und davon, dass „er selbst ist“.
Die Kommentare unter dem RTL-Posting (bis Sonntagabend fast 5.000) sprechen eine eindeutige Sprache. Die Follower unterstellen ihm Selbstmitleid und Uneinsichtigkeit. Ob Gil Ofarim unter seiner „Weiterentwicklung“ versteht, möglichst viele Dschungeprüfungen zu bestehen, oder ob er über seine Zeit vor Gericht inklusive Falschbeschuldigung spricht, ist derweil unklar.
Wir berichteten zuvor:
Gil Ofarim im Wut-Fokus
Viele RTL-Follower finden Gil Ofarims Einzug ins Camp gar nicht lustig. Sie kündigen einen Boykott der Sendung an – per Kommentar unter dem Instagram-Post. In einem raren Moment hat zumindest das Social-Media-Team der Sendung auf einen Boykottaufruf reagiert.
„Ich bin wegen Gil sowas von raus! Auch Reality-TV muss ethische Grenzen haben. Gil ist meine Grenze!“, schreibt ein User. Das Social-Media-Team der Sendung antwortete (via „TV Spielfilm“): „Gil Ofarim hat sich für seine falschen Anschuldigungen juristisch verantwortet. Sein Weg umfasst mehr als die damaligen Ereignisse. Wie er heute mit seiner Vergangenheit umgeht, sehen wir ab dem 23. Januar.“
RTL setzt auf Ofarims „Reifeprozess“
Da ist sich also jemand sicher, dass Gil Ofarims „Weg“ schon so weit fortgeschritten ist, dass ein gewisser „Reifeprozess“ stattgefunden hat. „Wie er heute mit seiner Vergangenheit umgeht, sehen wir ab dem 23. Januar“ – das soll offenbar für Spannung sorgen und die Zuschauer zum Einschalten bewegen. Es könnte aber auch ein Hinweis darauf sein, dass man selbst nicht genau weiß, worauf man sich mit ihm als Kandidat eingelassen hat.
Diese Kandidaten sind dabei
Mit dabei sind: Musiker Gil Ofarim, Schauspielerin Mirja du Mont, Unternehmerin Simone Ballack, Schauspieler Hardy Krüger jr., Soap-Star Stephen Dürr, Nicole Belstler-Boettcher (ehemals Sandra Behrens in „Marienhof“), TV-Bauer Patrick Romer, Mangiapane-Ehemann Hubert Fella und die Reality-TV-Sternchen Ariel Hediger und Umut Tekin.Ebenfalls an Bord: die Trash-TV-Persönlichkeiten Samira Yavuz und Eve Benetatou. Beide verbindet eine komplizierte Geschichte mit einem Mann.
Der Schatten des Davidstern-Skandals
Im November 2023 fand die Hauptverhandlung gegen Gil Ofarim vor dem Landgericht Leipzig in der „Davidstern-Affäre“ statt. Am sechsten Verhandlungstag gab Ofarim zu, die Anschuldigungen erfunden zu haben. Er entschuldigte sich bei dem Hotelangestellten, der die Entschuldigung annahm. Das Verfahren wurde unter der Bedingung eingestellt, dass Ofarim jeweils 5.000 Euro an die Jüdische Gemeinde zu Leipzig sowie an die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz zahlt. Zudem wurde er verpflichtet, dem beschuldigten Hotelangestellten Schmerzensgeld zu leisten.