ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE

Hannelore Elsner ist tot!

Hannelore Elsner gehörte ganz sicher zu den vielfältigsten Charakterdarstellerin des deutschen Kinos, berührte gleichermaßen mit ihren Rollen Millionen von Menschen in diesem Land. Nun ist sie im Alter von 76 Jahren verstorben, wie ihre Familie am Dienstag (23. April) mitteilen ließ.

„Als Anwälte der Familie von Hannelore Elsner haben wir die traurige Pflicht, der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass Hannelore Elsner überraschend schwer erkrankt und am Ostersonntag friedlich eingeschlafen ist“, so der Anwalt der Familie Elsner, Dr. Matthias Prinz.

Zur Zeit ist Hannelore Elsner noch in dem Doris-Dörrie-Film „Kirschblüten und Dämonen“ im Kino zu sehen. Ihre Regisseurin zeigte sich sehr traurig, nachdem sie von Elsners Tod erfuhr. Dörrie: „Für mich war Hannelore Elsner eine große Abenteuerin, die sich mit Neugier, Hingabe und Tapferkeit in jede Rolle und in ihr Leben gestürzt hat. Ich werde sie sehr vermissen.“

Kooperation

Zu den wichtigsten Filmen in Hannelore Elsners Karriere zählen „Kirschblüten – Hanami“ (2008), „Die Ünberührbare“ (2000), „Alles auf Zucker“ (2004) und „Mein letzter Film“ (2002). Von 1994 bis 2006 spielte sie in „Die Kommissarin“ die Kriminalhauptkommissarin Lea Sommer. In den 60ern und 70ern fiel sie in zahlreichen Unterhaltungsfilmen wie „Die Lümmel von der ersten Bank“ auf. Als versierte Synchronsprecherin lieh sie Fanny Ardant, Liza Minnelli und vielen anderen ihre Stimme.


Zum Tod von Meisterregisseur Nicolas Roeg: Im Sog der Leidenschaften

Nicolas Roeg war immer ein Außenseiter des Kinos geblieben. Fast könnte man sagen, dass er diesen Platz ganz bewusst verteidigt hatte vor den (allerdings spärlichen) Versuchen, ihn zum Klassiker des experimentellen Kinos zu erheben. In fast allen seinen Filmen porträtierte er ganz buchstäblich Außerirdische, Verstoßene, dem Höllensumpf der Gesellschaft entflohene Sonderlinge, die dem Ruf der Wildnis auf Gedeih und Verderb verfallen sind und zwanghaft nach ihrer Identität suchen. Natürlich kennt die ganze Welt „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ (1973), der im englischen Original so wundervoll wie weltabgewandt „Don’t Look Now“ heißt. Eine inzwischen kultisch verehrte und gespenstische Meditation über den…
Weiterlesen
Zur Startseite
Kooperation