Herbert Grönemeyer über seine anstehende „Mensch“-Tour und die Pandemie


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Zwanzig Jahre sind seit dem Erscheinen von Herbert Grönemeyers „Mensch“ vergangen. Zur Feier des Jubiläums möchte der Sänger 2022 gerne mit den Songs von damals auf Tour gehen. Die Pandemie könnte ihm dabei in die Quere kommen. Auch der Musiker selbst macht sich darüber Gedanken.

In Interview erzählt Grönemeyer, dass er keine Angst habe, die geplante Jubiläumstour coronabedingt absagen zu müssen. Der Musiker ergänzt: „Ich glaube, die Ängste sind komplexer in dieser Zeit, was Menschen angeht, was die Bedrohung dieses Virus angeht. Ich glaube, da sind die Konzerte nicht das Elementarste, um das es geht. Insofern habe ich keine Angst darum, sondern es wäre wahnsinnig schade“.

„Das ist natürlich nicht nur unser Brot, sondern auch unsere Leidenschaft. Das fehlt uns maßlos“

Bei den acht Deutschland-Konzerte können sich Fans nicht nur auf die altbekannten „Mensch“-Klassiker freuen, teilte er „N-TV“ mit. Auch „neuere Stücke, ältere Stücke, und unbekanntere Stücke“ sollen gespielt werden, sagt Grönemeyer. Auf der Bühne werden die gleiche Besetzung und das gleiche Orchester wie 2002 stehen. Auch die Sportfreunde Stiller werden die Tour erneut als Support-Act begleiten.

„Wenn das alles so geht, wie wir uns das vorstellen und die Zeit das auch ermöglicht, dann freue ich mich natürlich riesig“, so Grönemeyer, „Das ist natürlich nicht nur unser Brot, sondern auch unsere Leidenschaft. Das fehlt uns maßlos, dass wir das nicht machen können“.

Das Album „Mensch“ ist mit vier Millionen verkauften Tonträgern, 21 Gold-Auszeichnungen und 95 Wochen in den Charts das erfolgreichste Musikalbum aller Zeiten in Deutschland. Die gleichnamige Tour im Jahr 2003 wurde von 2,2 Millionen Menschen besucht. Für Grönemeyer ist es allerdings nicht wichtig, den Erfolg von damals zu wiederholen. Viel mehr möchte er einfach mal wieder auftreten und die Vergangenheit so wieder aufleben lassen.

Inhaltlich handelt „Mensch“ vom Aufbruch und dem Weg zurück ins Leben, erzählt Grönemeyer außerdem. Somit hat es „tragischerweise große Parallelen zu der Zeit jetzt“, so der Sänger. Aber auch: „Dieser Zusammenhalt und dieser Glauben aneinander ist ja auch jetzt der Versuch, dass uns das aus dieser Zeit und durch diese Zeit bringt“.