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Highlight: David Bowie & Iggy Pop: Die Berliner Alben und Jahre

HERO: Rick Rubin über James Brown

In einer Hinsicht ist James Brown wie Johnny Cash: Johnny gilt als ein König des Country, und es gibt viele Leute, die Countrymusik zwar hassen, Johnny aber verehren. Mit James Brown und R&B ist es das Gleiche. Seine Musik ist einzigartig – dieser Ton, dieses Gefühl. Brown ist sein eigenes Genre. Er hatte ein großes Talent zur Selektion – als Songwriter, Produzent und Bandleader. Er hielt alles knapp und prägnant Er wusste, was zählt Und er hatte die besten Musiker, the funkiest of all bands.

„Bei James Brown stand im Zentrum immer der Groove“

Hätte Clyde Stubblefield bei einer normalen Motown-Session getrommelt, dann hätten sie ihn nicht das spielen lassen, was er für James bei „Funky Drummer“ spielte. James’ Vision gab dieser Musik Raum. Und im Zentrum stand immer der Groove, während es so vielen R&B- und Motown-Künstlern damals eher um konventionelle Songs ging. James Browns Songs sind nicht konventionell. „I Got You“, „Out Of Sight“ – das sind die ultimativen Vehikel für einzigartige, sogar bizarre Grooves.

James Brown und HipHop-Samples

Der erste HipHop-Hit, der ein Brown-Sample benutzte, war „Eric B. Is President“ von Eric B. & Rakim. Ab da war kein Halten mehr. Ich selbst kann mich nicht erinnern, bei meinen frühen Platten mit LL Cool J oder den Beastie Boys je Samples von James Brown verwendet zu haben. Ich wollte Platten produzieren, die sich so gut anfühlten wie die von Brown, aber ohne ihn zu samplen oder zu kopieren. Mir ging’s drum, das Gefühl, das einem diese Grooves geben, zu verstehen. Das wollte ich mit Drumcomputern hinkriegen.

James Brwon und „The T.A.M.I. Show“

An demselben Feeling arbeiteten auch die Red Hot Chili Peppers und ich bei „BloodSugarSexMagik“. Wir folgten James Browns Idee, dass nicht immer alle Musiker gleichzeitig spielen müssen. Gib dem Bass seinen Moment; hab keine Angst, einen Song nur mit Gitarre anzufangen oder ihn zwischendurch auf Gitarre und Schlagzeug zu reduzieren. Diese Art von Dynamik hört man auf den Platten von James Brown. Vor Jahren hab ich mal Prince in Minneapolis besucht; ich saß in einem Büro und wartete auf ihn, und auf einem Bildschirm lief in Endlosschleife James Browns Auftritt aus dem Konzertfilm „The T.A.M.I. Show“ von 1964. Das ist vielleicht die absolut beste Rock’n’Roll-Performance, die je von Kameras festgehalten wurde. Die Rolling Stones spielten da auch, überhaupt die wichtigsten Rock-Acts der damaligen Zeit – und James Brown kommt auf die Bühne und macht sie alle platt.

„Er spielte eine mit rotem Leder verkleidete Orgel“

Ich sah ihn um 1980 das erste Mal, als ich in Boston an die Highschool ging. Die Show fand in einer Mensa statt, man saß auf Klappstühlen. Es war eines der größten musikalischen Erlebnisse meines Lebens. Wie er tanzte und sang, das war unglaublich, und er spielte eine mit rotem Leder verkleidete Hammond-B3-Orgel, auf der in Nieten „Godfather“ stand. Egal was in seinem Privatleben passierte, seine musikalischen Errungenschaften bleiben. Meisterwerke kommen halt immer von diesen speziellen, einzigartigen Menschen. Die hat Gott berührt. Und James Brown gehört zu ihnen. Seine Legende wird bleiben, weil in seiner Musik der Rhythmus des Lebens steckt.

Am 22. November wird erstmals der International Music Award in Berlin vergeben. Mehr zum IMA erfahrt ihr hier.


HERO: Bono über Elvis Presley

Aus Tupelo, Mississippi, aus Memphis, Tennessee, kam dieser Weiberheld mit seinem glänzenden Anzug und den geschminkten Augen, ein junger weißer Trucker-Dandy, der bestimmt Prügel riskierte dafür, dass er so schwarz tat und so schwul. Wir sprechen nicht von New York, nicht mal von New Orleans, dies war Memphis, Memphis in den 50ern. Das war Punkrock. Das war Revolte. Elvis Presley veränderte alles – musikalisch, sexuell, politisch. Elvis war alles auf einmal, es ist alles da, in seiner geschmeidigen Stimme, seinem biegsamen Körper. Und so wie er sich wandelte, wandelte sich auch die Welt: Er war eine 50er-Ikone, zu allem fähig,…
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